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2019: Das ändert sich im neuen Jahr
2019/01
Immer mehr Energieausweise verlieren ihre Gültigkeit.
Ausweise mit dem Ausstellungsjahr 2008 sind bereits zum 1. Januar 2019 abgelaufen. Gebäude, die verkauft, vermietet oder verpachtet werden und vor 1966 gebaut wurden, brauchen seit dem Jahr 2008 einen Energieausweis. Wurden sie nach 1966 gebaut, gilt die Pflicht seit 2009. Wegen der auf zehn Jahre begrenzten Laufzeit müssen die Ausweise jetzt erneuert werden. Käufer, Mieter und Pächter haben einen Anspruch darauf, durch den Energieausweis Informationen über den Energieverbrauch und den energetischen Zustand des Gebäudes zu erhalten.

Die Förderung für Solaranlagen wird geringer.
Das hat das Bundeskabinett Anfang November 2018 beschlossen. Der Entwurf sieht vor, die EEG-Förderung für Anlagen ab 40 Kilowattpeak (kWp) auf das Niveau von Freiflächenanlagen zu senken.

Heizungen sollen effizienter werden.
Ab 26. September 2019 entfallen für reine Raumheizungsgeräte die schlechtesten Energieklassen E, F und G. Die Klasse A+++ kommt neu hinzu.
Die neue Skala reicht dann von A+++ bis D.

Versicherer müssen ihre Kunden beim Abschluss einer Haftpflicht-, Hausrat- oder Berufsunfähigkeitsversicherung vor der Unterschrift auf maximal drei Seiten über die Art der Versicherung, den Umfang der gedeckten Risiken, Prämien und deren Zahlungsweise sowie über Ausschlüsse informieren. Laufzeit, Anfangs- und Enddatum des Vertrags müssen benannt und die Pflichten des Kunden müssen aufgeführt werden.

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum Jahresbeginn um 42 Cent und im Jahr darauf noch einmal um 16 Cent. Arbeitnehmer haben dann Anspruch auf einen Mindestlohn in Höhe von 9,19 Euro pro Stunde. Außerdem steigen die Beiträge, die Baubetriebe an die Sozialkasse der Bauwirtschaft bezahlen müssen.

Die Mietpreisbremse wurde nachgebessert.
Zukünftig muss der Vermieter vor Abschluss des Mietvertrages Auskunft geben, ob er eine deutlich höhere als die ortsübliche Vergleichsmiete verlangt. Die Kosten der Modernisierung, die der Eigentümer auf den Mieter umlegen kann, werden deutlich gesenkt.

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Wir suchen dringend Immobilienberater
2018/12
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Kopp Immobilien
Teckstraße 24
87719 Mindelheim
Telefon: 08261/4395
Mail: info@koppimmo.de

Heizspiegel 2018 gibt aktuelle Spartipps
2018/12
Im Rahmen der Kampagne „Mein Klimaschutz“ hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ( BMU) den aktuellen Heizspiegel für Deutschland 2018 veröffentlicht. Mieter und Eigentümer können damit ihren Energieverbrauch beim Beheizen ihrer Häuser und Wohnungen bewerten. Zusätzlich gibt er Tipps für klimafreundliches, effizientes Heizen.

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online und der Deutsche Mieterbund e. V. haben den Heizspiegel im Auftrag des Bundesumweltministeriums erarbeitet. Dazu wurden rund 61.000 Gebäudedaten zentral beheizter Wohngebäude in ganz Deutschland ausgewertet.

Die durchschnittlichen Heizkosten haben sich 2017 je nach Energieträger unterschiedlich entwickelt. Da Heizöl deutlich teurer geworden ist, mussten Bewohner von Häusern mit diesen Heizungen erheblich mehr zahlen als im Jahr zuvor. Die Kosten für Erdgas und Fernwärme gingen im letzten Jahr leicht zurück.

Die Heizkosten werden aber auch maßgeblich von der Effizienz der Heizung und dem energetischen Zustand des Gebäudes bestimmt. In einem energetisch gut ausgestatteten Mehrfamilienhaus mit Erdgasheizung haben Bewohner einer 70 Quadratmeter großen Wohnung im vergangenen Jahr im Schnitt 520 Euro fürs Heizen gezahlt. Für Bewohner eines Mehrfamilienhauses mit geringem Energiestandard waren die Heizkosten mit etwa 1.110 Euro mehr als doppelt so hoch. Entsprechend höher sind auch die damit verbundenen klimaschädlichen CO2-Emissionen.

Auch ohne Sanierung kann jeder Einzelne seinen Energieverbrauch senken, Kosten sparen und CO2 vermeiden – zum Beispiel durch den Einbau von elektronischen Thermostaten, mit denen sich die gewünschte Raumtemperatur genau einstellen und zeitlich regulieren lässt. Auch durch richtiges Lüften lassen sich hohe Wärmeverluste vermeiden.

Neubaugleiche Modernisierung muss Vorgaben erfüllen
2018/12
Überall wird saniert, umgebaut, renoviert und modernisiert. Die Maßnahmen wirken sich auf jeden Fall auf den Wert des Gebäudes und dessen zukünftige Nutzungsmöglichkeiten aus. Ob die Investitionen aber auch die Höhe der Mieteinnahmen beeinflussen, hängt von der Art der Verbesserungen und der Einordnung in das Raster des Mietspiegels ab.

Für eine Mieterhöhung auf der Basis des Mietspiegels ist unter anderem das Baujahr des vermieteten Gebäudes maßgeblich, denn die ortsübliche Vergleichsmiete variiert je nach Baualtersklasse. Durch die Modernisierung verändert sich diese Einordnung nicht. Soll eine andere Einordnung erfolgen, sind nach dem Gesetz Änderungen mit einem wesentlichen Bauaufwand zur Anpassung an geänderte Wohnbedürfnisse notwendig. Wenn lediglich zwei Wohnungen zusammengelegt und übliche Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt werden, reicht das nicht aus für eine andere Einordnung in das Raster des Mietspiegels.

In einem konkreten Fall wollte ein Vermieter eine Mieterhöhung einzuklagen. Er begründete die Mieterhöhung damit, dass die Wohnung aufgrund der Arbeiten wie ein Neubau zu behandeln sei. Das Landgericht Berlin (LG Berlin, 23.02.2018, 63 S 230/17) folgte dieser Argumentation nicht. Bei den Modernisierungsarbeiten handele es sich nicht um eine neubaugleiche Modernisierung, die eine andere Rasterfeldeinordnung ermöglicht hätte. Die vom Vermieter vorgenomme Einordnung des Objektes im örtlichen Mietspiegel und die darauf basierende Mieterhöhung sind unwirksam.

Vermieter sollten vor der Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen prüfen, welche Baumaßnahmen sich auf die Einordnung in das Raster des Mietspiegels auswirken. Möglicherweise lässt sich mit wenig zusätzlichem Aufwand ein neubaugleicher Zustand herstellen, sodass eine Mieterhöhung berechtigt ist.

Solarstrom lohnt sich wieder – nicht nur auf dem Dach
2018/12
Wer einen üblichen Preis für eine Solarstromanlage bezahlt und 25 Prozent des Stroms selbst nutzt, erwirtschaftet je nach Lage eine Rendite von 5,6 bis 8,0 Prozent. Das vollständige Einspeisen des Solarstroms ohne Eigenverbrauch bringt dagegen nach Berechnungen von „Finanztest“ nur 1,0 bis 3,3 Prozent Rendite. Wenn das Hausdach nicht geeignet ist, bieten Carport, Garage oder Terrassendach ebenfalls Platz für eine Fotovoltaikanlage.

Seit die Preise für Solarmodule gesunken sind, boomt Fotovoltaik in Deutschland wieder. Die Zahl der Neuinstallationen ist 2017 um 15 Prozent gegenüber den beiden Vorjahren gestiegen. Doch manchmal stößt ein Hausbesitzer bei der Umsetzung an Grenzen. Nicht jedes Dach ist zur Installation geeignet, zum Beispiel wenn der Neigungswinkel ungünstig ausfällt.

Gute Alternativen sind Carports und Garagen mit integrierter Solaranlage. Architektonisch attraktiv sind Terrassenüberdachungen aus Solarmodulen. Sie lassen tagsüber viel Licht durchscheinen und schützen zudem vor der Sonne. Eigentümer sollten sich vor dem Bau über das Genehmigungsverfahren informieren, weil die Vorgaben je nach Wohnort variieren. Einfache Solarcarports sind bereits ab 5.000 Euro zu haben. Die Investition kann sich je nach Ausbeute innerhalb von zehn Jahren auszahlen.

Das IKEA Möbelhaus unterstützt mit einer gezielten Aktion die Verbreitung von Solarenergie und will das Thema Solar hierzulande reif für den Massenmarkt machen. Nach einer Pilotphase mit Verkaufsstellen für die neuen SOLSTRALE Fotovoltaikanlagen in Kaarst, Eching, Walldorf, Ulm und Freiburg startet der Verkauf deutschlandweit Anfang 2019. Partner von Ikea ist das britische Solar-Unternehmen Solarcentury, das auch schon in England, Belgien und den Niederlanden aktiv ist.

Mieterhöhung: Zustimmung kann nicht widerrufen werden
2018/11
Der Vermieter einer Wohnung in Berlin forderte seinen Mieter schriftlich auf, der Erhöhung der Netto-Kaltmiete um rund 125 Euro zuzustimmen. Dem kam der Mieter zunächst nach, erklärte jedoch kurz darauf den Widerruf seiner Zustimmung. Anschließend zahlte er einige Monate lang die erhöhte Miete unter Vorbehalt und verlangte schließlich die Rückzahlung der Erhöhungsbeträge von insgesamt rund 1.200 Euro sowie die Feststellung, dass sich die Netto-Kaltmiete der von ihm gemieteten Wohnung nicht erhöht habe. Der Mieter begründete sein Ansinnen mit seinem vermeintlichen Widerspruchsrecht nach der Verbraucherrechterichtlinie.

In der Praxis werden heute viele Verträge außerhalb von Geschäftsräumen oder im Fernabsatz geschlossen, also per Bestellung im Katalog oder im Internet. Um die Verbraucher vor Überrumpelung zu schützen, trat 2014 in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Verbraucherrechterichtlinie in Kraft. Danach haben Verbraucher ein vierzehntägiges Widerrufsrecht für alle Verträge, die telefonisch, per E-Mail oder über das Internet geschlossen wurden.

Obwohl darüber in aller Breite berichtet wurde, sind die Folgen und Möglichkeiten bis heute anscheinend nicht in jedem Fall klar. Mit dem Hinweis auf die Verbraucherrechterichtlinie wollte der Mieter, der dem Mieterhöhungsverlangen des Vermieters bereits schriftlich zugestimmt hatte, seine Zustimmung widerrufen.

Der Fall ging durch alle Instanzen bis zum Bundesgerichtshof (BGH). Der stellte klar (BGH VIII ZR 94/17) klar, dass Mieter ihre Zustimmung zu einer schriftlich verlangten Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete nicht widerrufen können. Begründung: Mietern steht nach den mietrechtlichen Vorschriften ohnehin eine Bedenkzeit von mindestens zwei Monaten nach Erhalt der Mieterhöhung zu. Eine Überrumpelungssituation sei nicht gegeben, ein zusätzliches Widerrufsrecht werde nicht benötigt.

Zulässig: Namen auf Klingelschild und Briefkasten
2018/11
Das europäische Datenschutzrecht hat seit Einführung der neuen Datenschutzgrundverordnung im Mai dieses Jahres hohe Wellen geschlagen. Viele Unternehmer fragten sich, was überhaupt noch erlaubt sei. Unruhe gab es dann noch einmal, als ein großes Wohnungsunternehmen in Wien an 220.000 Wohnungen die Namensschilder entfernen ließ, weil die zuständige Behörde zu dem Schluss gekommen war, dass nach europäischem Datenschutzrecht die Verbindung von Nachname und Türnummer unzulässig sei.

Auch in Deutschland fühlten sich Wohnungsunternehmen, Verwaltungen und Verbände aufgerufen, für Klarheit zu sorgen. Sie fragten sich, ob Namen von Mietern an Klingelschildern und Briefkästen ohne Einwilligung der Mieter aus Datenschutzgründen möglicherweise unzulässig seien. Vermieter befürchteten, hohe Bußgelder zahlen zu müssen, wenn sie die Namen ihrer Mieter an den Klingelschildern anbringen.

Verunsicherung war durch unterschiedliche Auslegungen des geltenden EU-Rechts entstanden. Nach Auskunft des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland und Rücksprache mit der Bundesdatenschutzbeauftragten ist es zulässig, die Namen der Mieter auf Klingelschilder und Briefkästen zu schreiben. „Vermieter können sich im Streitfall hierauf berufen“, kommentierte Verbandspräsident Kai Warnecke. Wenn Mieter allerdings den Vermieter auffordern, den Namen zu entfernen, muss dieser das tun.

Die Anbringung des Namens auf dem Briefkasten erhält eine besondere Bedeutung, wenn Post verloren gegangen ist oder Briefe nicht rechtzeitig ankommen und Fristen versäumt werden.

Der Vermieter muss die ordnungsgemäße Postzustellung ermöglichen. Wenn ein Mieter aber längere Zeit nichts gegen einen funktionsuntüchtigen Briefkasten unternimmt, ist er selbst für eine fehlgeschlagene Postzustellung verantwortlich.

Feuchter Keller ist kein Mangel
2018/10
Wer ein altes Haus kauft, kann keinen Neubaustandard erwarten. Das gilt auch für den Keller. Feuchtigkeit im Keller ist dann kein Mangel. In einem konkreten Rechtsstreit vor dem Oberlandesgerichts Schleswig ging es um einen im Kaufvertrag als Vorratskeller bezeichneten Kellerraum, dessen Außenwände feucht waren und Salzausblühungen sowie Putzabplatzungen aufwiesen. Dabei handelte es sich nicht um Nässe. Zumindest feuchtigkeitsunempfindliche Vorräte konnten problemlos gelagert werden.

Die Nutzung als Vorratsraum war möglich.

Das Gericht (OLG Schleswig, 14.12.2017, Az. 11 U 44/17) kam zu der Ansicht, dass ein Einfamilienhaus, das in den frühen Sechzigerjahren gebaut wurde, typischerweise nicht mehr über eine intakte Abdichtung verfügt und daher Feuchtigkeit in die Kellerräume eindringen kann. Der Käufer könne nicht erwarten, dass der Keller vollständig trocken sei.


Mobilität: Mit Flugtaxi oder autonomem Auto in die Stadt
2018/08
(Bildquelle / Grafik: deutscher-mobilitaetspreis.de)

Das Auto ist fester Bestandteil des Verkehrs in den Städten, prägend für die Wohnkultur und noch immer Statussymbol der Deutschen. Doch die Zeiten ändern sich: Fast jeder Zweite (41 Prozent) würde gerne schon bald Flugtaxis oder autonome Autos nutzen können. Besonders junge Menschen sind offen für Innovationen in der Mobilität. 65 Prozent der 18- bis 29-Jährigen wünschen sich Flugtaxis und unbemannte Drohnen für kurze Strecken und 60 Prozent autonom fahrende Autos. Dies ergab eine aktuelle Umfrage der forsa Politik- und Sozialforschung GmbH im Auftrag der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“.

Bemerkenswert ist, dass und rund ein Drittel der Befragten auf den Besitz eines eigenen Autos verzichten und stattdessen Sharing-Angebote nutzen würde. Den Ausbau von Verkehrsinfrastruktur befürworten mehr als drei Viertel der Befragten. Besonders stark wünschen sich die Deutschen den Ausbau der Fahrrad- (84 Prozent) und Fußwege (81 Prozent).

Für die Orientierung nutzt mehr als jeder Dritte (71 Prozent) ein Smartphone. Unter den ab 60-Jährigen sind es 59 Prozent. Fahrkarten werden inzwischen oft digital gekauft. Unter den 18- bis 29-jährigen nutzen dies bereits über die Hälfte, unter den Deutschen ab 60 Jahren immerhin 36 Prozent.

Obwohl mittels technischem Fortschritt neue Kommunikationswege möglich sind und man inzwischen fast alles liefern lassen kann, fänden lediglich 15 Prozent der Bevölkerung es gut, wenn sich alles von zu Hause erledigen ließe. Nicht mehr aus dem Haus gehen zu müssen, ist für die meisten Deutschen (81 Prozent) keine Option.

Mit dem Deutschen Mobilitätspreis machen die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) digitale Innovationen für eine intelligente Mobilität öffentlich sichtbar. In diesem Jahr widmet sich der Wettbewerb dem Thema Nachhaltigkeit. Mehr erfahren Sie unter http://www.xn--deutscher-mobilittspreis-6bc.de/

Kleinstädte im Fokus
2018/08
In Deutschland gibt es rund 2.100 Kleinstädte in denen 24 Millionen Menschen leben, rund ein Drittel der Bevölkerung. Noch auf Initiative des vorigen Bundesbauministerium und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bekommen die Kleinstädte jetzt wieder mehr Aufmerksamkeit. Urbanität ist nicht allein den Großstädten zuschreiben, argumentieren die Verfechter dieser These. Wohn- und Lebensqualität sowie Bürger-Engagement und -beteiligung können sich mit den Großstädten messen, in denen das Leben für viele zu teuer geworden ist.

Um Kleinstädte als attraktive Alternative zum Wohnen, Leben und Arbeiten zu positionieren, müssen sie einen eigenen Weg einschlagen mit lebendigen, vitalen und attraktiven Räumen sowie einer hohen baukulturellen Qualität, zeigt die BBSR-Studie.

Traditionelle Aktivitäten und Engagement der Bewohner prägen die Kleinstädte stark. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass Bürger ihre Stadt in unterschiedlichen Rollen verändern: als Beteiligte, als Engagierte oder als Marktakteure. Sie sorgen schon mit punktuellen Eingriffen in viel höherem Maße als in Groß- und Mittelstädten für eine lebenswertere Stadt, da einzelne Veränderungen hier deutlicher wahrgenommen werden.

Weniger Dienstleister und eine weniger stark ausdifferenzierte Verwaltung in Kleinstädten führen zu mehr Selbsthilfe und Selbstsorge. Nicht alle Städte finden Antworten auf drängende Fragen oder auf die Heraussforderungen des demografischen Wandels. Sie müssen sich dem Prozess der Schrumpfung stellen. In einem neuen internationalen Projekt, das von der EU-Kommission ab Oktober für vier Jahre mit 3,3 Millionen Euro gefördert wird, untersuchen Forscherteams aus Europa, den USA, Mexiko und Japan interdisziplinär, wie die Lebensqualität in schrumpfenden Städten verbessert werden kann.

Grün, grün, grün sind alle meine Häuser …
2018/07
Kölner Wissenschaftler haben bewiesen, dass die Fassadenbegrünung in Städten messbare Vorteile für Luftqualität, Sauerstoffproduktion und Artenvielfalt mit sich bringt. Städte sind heute durch sehr hohe Verkehrsdichten sowie intensive Verbauung gekennzeichnet. Die vielen Asphalt-, Beton-, Dach- und Fassadenflächen heizen sich im Sommer intensiv auf und kühlen im Winter schnell aus. Das wirkt sich negativ auf das Stadtklima aus.

Die Forscher haben mit Efeu begrünte Fassaden mit klassischen, verputzten Hausfassaden verglichen und die Tagestemperatur und Luftfeuchte der Fassade über mehrere Wochen gemessen. Dabei zeigte sich, dass Efeu, wie auch andere Pflanzen, im Sommer nachhaltig kühlend, im Winter wärmeisolierend auf die Fassaden wirkt. Die grün bewachsenen Fassaden zeigten im Sommer Temperaturschwankungen von 10 bis 13 Grad Celsius am Tag, während die Temperatur der blanken Hausfassaden um bis zu 35 Grad Celsius schwankte.

Efeu wirkt auch auf die Absorption von Stickoxiden und die Adsorption von Feinstaub. Begrünte Fassaden stellen somit eine sinnvolle Maßnahme zur Anpassung an den Klimawandel dar.

Die Fassadenbepflanzung verbessert sowohl das Stadt- als auch das Raumklima, mindert Überhitzung und Smog, produziert Sauerstoff und trägt zur Erhaltung und Erhöhung der Artenvielfalt in der Stadt als Lebensraum für Fauna und Flora bei.

Typische Fassaden-Kletterpflanzen sind der Efeu mit zahlreichen Sorten oder der Wilde Wein. Sie sind sehr anpassungsfähig, trockenheitsverträglich und gedeihen auch an verhältnismäßig anspruchslosen Standorten.

Wie können unsere Städte grüner werden können, ist auch das Thema der Wissensgärten der Landesgartenschau in Würzburg. Besucher erfahren Interessantes über die automatisierte Pflege von Flächen oder neue Ansätze der urbanen Landwirtschaft.

Das Fraunhofer UMSICHT präsentiert mit dem vertikalen Begrünungssystem Biolit Vertical Green® ein Konzept zur „Ernährung der Zukunft“ und zeigt, wie Gartenbau auf schmalem Raum funktionieren kann. Das System auf Basis von Kalksandstein wurde für die großflächige vertikale Begrünung im urbanen Raum konzipiert, ist jedoch auch für den kleineren Maßstab in Form von Wandverkleidungen oder Trennwänden für Garagen oder Doppelhaushälften geeignet.

Häuser und Wohnungen für mehrere Generationen unter einem Dach
2018/07
Mehr als jeder zweite Deutsche würde gern in einem Mehrgenerationenhaus wohnen und 39 Prozent können sich gut vorstellen, mit Gleichgesinnten eine Alters-WG zu gründen. 57 Prozent der Frauen und 46 Prozent der Männer favorisieren im Ruhestand ein Leben in einem Mehrgenerationenhaus gegenüber konventionellen Wohnformen.

In einem Mehrgenerationenhaus wohnen Menschen aus allen Generationen unter einem Dach, begegnen sich, verbringen ihre Freizeit miteinander und helfen einander. Familien mit Kindern und Senioren unterstützen sich gegenseitig und profitieren vom Erfahrungsschatz der anderen.

Die Politik hat diesen Wohntrend erkannt und fördert seit 2017 über 500 Mehrgenerationenhäuser mit einem speziellen Bundesprogramm. Bis zu 40.000 Euro Förderung sind möglich, ein weiterer Ausbau des Programms ist Teil des Koalitionsvertrages der neuen Bundesregierung.

Bei der Durchführung eines solchen Projektes kann ein kompetenter Architekt die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse ermitteln, Kompromisse vorschlagen und neue Ideen einbringen. Getrennte Wohneinheiten sind beim Planen des Baus genauso wichtig wie Räume, die von allen genutzt werden.

Bei der Finanzierung sind verschiedene Modelle denkbar. Je mehr Miteigentümer im Grundbuch stehen, desto problematischer kann es werden, wenn die Konstellation im Haus sich ändert, Bewohner ausziehen, versterben oder ihre Anteile veräußern wollen. Darum kann es sinnvoll sein, wenn einer allein den Neu- oder Umbau finanziert und die anderen zur Miete wohnen. So lassen sich zum Beispiel Kosten wie Schuldzinsen, Grundsteuer und Versicherungsbeiträge als Werbungskosten beim Finanzamt geltend machen. Über eine gemeinsame Hausordnung kann das Zusammenleben geregelt werden. Zusätzlich helfen Vorverkaufsrechte und ein Testament, die Zukunft der Mitbewohner zu sichern.

So viele Jahreseinkommen kostet die Wohnung
2018/06
Wie erschwinglich ein Haus oder eine Wohnung ist, hängt davon ab, wie hoch das Einkommen des Erwerbers ist. Der Immobilienverband Deutschland IVD und auch das Forschungsinstitut Bulwiengesa haben Erschwinglichkeitsindices entwickelt, die sowohl die Einkommens- als auch die Kostenentwicklung für den Erwerb von Wohneigentum ins Verhältnis setzen.

Interessant wird es, wenn man den Erschwinglichkeitsindex für verschiedene Städte berechnet, wie das jüngst Homeday.de gemacht hat. Danach müssen Haushalte für ihren Traum von den eigenen vier Wänden in München, Frankfurt am Main und Berlin im Durchschnitt rund fünfmal so lange arbeiten wie in günstigen Großstädten. Die aktuelle Untersuchung wurde in den 80 größten deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern durchgeführt. In den erschwinglichsten Städten reichen für den Erwerb einer 75 Quadratmeter großen Wohnung zwei bis drei verfügbare Jahreseinkommen, in den teuersten Regionen müssen Käufer bis zu elf komplette Jahreseinkommen für eine vergleichbare Immobilie zahlen. Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei gut vier Jahreseinkommen.

In München werden landesweit die höchsten Immobilienpreise bezahlt. Bei einem mittleren Kaufpreis von 6.867 Euro pro Quadratmeter müssen Interessenten dort für eine 75 Quadratmeter große Wohnung derzeit mehr als 515.000 Euro bezahlen. Umgerechnet auf die jährliche Kaufkraft der Münchner Haushalte in Höhe von durchschnittlich 48.601 Euro sind fast elf Jahreseinkommen aufzubringen – zuzüglich Kaufnebenkosten. Zum Vergleich: In Frankfurt am Main sind es 9,3, in Berlin 8,4, in Freiburg 7,8 und in Regensburg 7,7 verfügbare Jahreseinkommen.

Dass es auch anders sein kann, zeigen 25 Großstädte, in denen weniger als drei Jahreseinkommen für den Erwerb von Immobilieneigentum fällig werden. Häufig liegen die Kaufpreise für eine 75 Quadratmeter große Wohnung in preiswerten Städten deutlich unter von 100.000 Euro. Dementsprechend sind für den Erwerb des Wohneigentums, zum Beispiel in Hagen, Cottbus, Remscheid und Salzgitter, nur rund zwei Jahreseinkommen zu veranschlagen.

Bauen, politisch: Bundesregierung hat große Pläne
2018/06
Marktbeobachter mussten jahrelang den Eindruck haben, dass die Bundesregierung die Engpässe auf dem Wohnungsmarkt zwar registriert hatte, aber nicht angemessen reagierte. Die Mietpreisbremse verdiente ihren Namen nicht, andere Maßnahmen gab es kaum, oder sie wirkten wenig ambitioniert.

Das ist nun anders.
Die große Koalition will so schnell wie möglich ein Paket gegen den Mietpreisanstieg und für den Wohnungsbau auf den Weg bringen. Wichtige Maßnahmen sind die verschärfte Mietpreisbremse, das Baukindergeld und eine Wohnraum-Offensive. Das neue Gesetz soll noch vor der Sommerpause verabschiedet werden.

Das Baukindergeld soll, ähnlich wie früher die Eigenheimzulage, mehr Familien die Finanzierung eines Eigenheims ermöglichen. Anspruch darauf haben Familien, deren Einkommen weniger als 75.000 Euro pro Jahr beträgt. Für jedes Kind zahlt der Staat jährlich 1.200 Euro Zuschuss für den Kauf oder Bau einer eigenen Immobilie – rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 zehn Jahre lang, insgesamt also 15.000 Euro pro Kind.

Das ist nicht wenig.
Ungeachtet dieser Pläne hemmt der Staat den Immobilienerwerb weiterhin durch die in den meisten Bundesländern stark gestiegene Grunderwerbsteuer. Sie beträgt je nach Bundesland bis 6,5 Prozent des Kaufpreises. Was die eine Hand gibt, nimmt die andere. Zugleich wird ein Erlass geprüft, der einkommensschwache Familien bei der Grunderwerbsteuer unterstützen soll. Die Grunderwerbsteuer einfach zu senken, wäre wirkungsvoller.

Problematisch kann sich die neue Förderung dann auswirken, wenn nicht gleichzeitig deutlich mehr gebaut wird als bisher. Mehr Geld im System bei immer noch zu knappem Angebot bedeutet nur eines – weiter steigende Preise.

Um die Bautätigkeit in Schwung zu bringen, müssten die Gemeinden vor allem mehr Bauland ausweisen. Besonders die Großstädte sollten möglichst schnell die Voraussetzungen für den Bau neuer Stadtviertel zu schaffen.

Bauen, realistisch: wenig Aufträge, wenig Fertigstellungen
2018/06
Wenn die Bananen knapp sind, werden die wenigen, die es gibt, teuer angeboten. Mit Wohnungen ist das genauso. Daher schauen alle interessiert auf die Umsätze im Bauhauptgewerbe, auf die Fertigstellungszahlen im Wohnungsbau und die Baugenehmigungszahlen.

Die Umsätze im Bauhauptgewerbe waren im Februar 2018 um 10,5 höher als im Februar 2017. Alle Wirtschaftszweige des Bauhauptgewerbes verbuchten Umsatzzuwächse im Vorjahresvergleich.

Das ist die richtige Richtung. Leider wurden in Deutschland im ganzen Jahr 2017 nur 284.800 Wohnungen fertig gestellt. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren das lediglich 2,6 Prozent oder 7.100 Wohnungen mehr als im Vorjahr. Die im Jahr 2011 begonnene positive Entwicklung setzte sich zwar weiter fort, aber viel zu zaghaft. Die neu gebauten Wohnungen können kaum dazu beitragen, den Markt zu entspannen. Die Mieten in den Großstädten werden vorerst weiter steigen.

Trotz des Rückgangs der Baugenehmigungen im Jahr 2017 um 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr war die Zahl der genehmigten Wohnungen mit 347.900 Wohnungen weiterhin deutlich höher als die Zahl der Fertigstellungen. Das führte zu einem Überhang von nunmehr 653.300 genehmigten, aber noch nicht fertig gestellten Wohnungen.

Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) müssten pro Jahr etwa 380.000 Wohnungen gebaut werden. Nur dann kommen Wohnungsangebot und -nachfrage wieder überein. Auch die Bundesregierung peilt 375.000 Wohnungen pro Jahr an. Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen sind demgegenüber ernüchternd.

Noch drastischer sind die aktuellsten Zahlen: Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im März 2018 um 15,1 Prozent niedriger als im Vormonat. Zwar erklärt sich dieses Ergebnis mit dem Ausnahmeergebnis des Vormonats, dennoch zeigt es, wie langsam der Markt auf den Engpass bei Wohnungen reagiert.

Immobilienboom im Allgäu – Grund zur Besorgnis?
2018/05
Die Euphorie in der Immobilienbranche ruft schon seit längerem auch Mahner auf den Plan: Wie lange kann das noch gut gehen? Was passiert, wenn die Zinsen steigen?

Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine allgemeine Überhitzung des deutschen Immobilienmarktes. So lautet das Ergebnis des vierten Immobilienpreis-Monitorings des RWI, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V., das auf Daten des Immobilienportals ImmobilienScout24 basiert. In den Regionen Köln und Leipzig sowie in einigen Regionen Baden-Württembergs gäbe es jedoch Hinweise auf übertriebene Preiserwartungen.

Auf dem Häusermarkt habe sich die Lage hingegen etwas entspannt. Hier sei eine Überhitzung vor allem in den Regionen Hannover, Frankfurt und Köln wahrscheinlich.
Insgesamt sind die Preise für Immobilien im vergangenen Jahr erneut deutlich gestiegen. Sie lagen im dritten Quartal 2017 nach Angaben des Immobilienpreisindex des Statistischen Bundesamtes um 3,6 Prozent über dem Vorjahreswert.

Andere Indizes deuten auf einen noch stärkeren Anstieg hin. Besonders davon betroffen sind Berlin und angrenzende Arbeitsmarktregionen sowie Teile Baden-Württembergs und auch auch das Allgäu (Südbayern).

Bundesweit betrachtet stiegen die Preise vor allem in Großstädten überproportional.Laut vdp-Immobilienpreisindizes stiegen die Preise für Wohnimmobilien im Jahresdurchschnitt um 6,9 Prozent, Gewerbeimmobilienpreise erhöhten sich um 6,5 Prozent und der neue TOP-7-Index Wohnen stieg um 13,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Wohnungsmärkte in Ballungszentren sind weiter angespannt. Laut Forschungsinstitut empirica wachsen Mieten und Kaufpreise nunmehr in 247 von 402 Landkreisen / kreisfreien Städten nicht mehr im Gleichklang, im Vorquartal war das in 246 Kreisen der Fall, vor drei Jahren erst in 156 Kreisen.
Steigende Preise allein sind kein hinreichender Hinweis darauf, dass eine Blase entsteht.

Dazu müssen sich die Preise von fundamentalen Trends abkoppeln. Das ist derzeit anscheinend nicht der Fall. Erhöhte Aufmerksamkeit ist jedoch angebracht, wenn Zweifel daran bestehen, dass Werthaltigkeit oder Ertragslage einer Immobilie nicht im angemessenen Verhältnis zum Kaufpreis stehen.

Immobilienmarkt: Boom, Hochkonjunktur, beste Stimmung im Unterallgäu
2018/05
Die Immobilienbranche hatte den besten Start ins Jahr, den man sich vorstellen kann. Der deutschen Wirtschaft geht es insgesamt so gut wie lange nicht mehr.

Darin sind sich führende Wirtschaftsinstitute, Verbände und Marktbeobachter einig. Die Immobilienbranche profitiert davon in ganz besonderen Maße, weil der Konjunkturmotor mit billigem Geld angeheizt wird, was den Erwerb und den Bau oder Umbau von Immobilien äußerst attraktiv macht. Der Wohnungsengpass in den Städten übt zudem einen hohen Druck auf die Preise aus. Alles in allem dreht sich die Spirale aus mangelnden Anlagealternativen, Erwerbsdruck und Angebotsknappheit immer schneller.

In seiner neuesten Konjunkturprognose geht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, DIW Berlin, davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr insgesamt um 2,2 Prozent wachsen wird, aber nicht auf dem Weg der Überhitzung ist.

Zum Vergleich: Die Präsidenten des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes erwarten für ihre Branche steigende Umsätze um nominal vier Prozent auf gut 117 Mrd. Euro. Im Wohnungsbau gehen die beiden Verbände für 2018 von einem Umsatzplus von 3,5 Prozent aus, die Zahl der fertiggestellten Wohnungen dürfte weiter auf etwa 320.000 Einheiten steigen. Die Zunahme bleibe jedoch auf den weiterhin boomenden Geschosswohnungsbau beschränkt. Der klassische Eigenheimbau werde dagegen auf Vorjahresniveau stagnieren.

Auch die Stimmung auf dem Immobilienmarkt im Unterallgäu ist hervorragend.

Mehrere große Städte wie Mindelheim, Memmingen und Kaufbeuren bestätigen das anhand unserer Erfahrungen.

Der neue IW-ImmobilienScout24-Index, der quartalsweise von ImmobilienScout24 in Kooperation mit dem Institut der Wirtschaft, IW Köln, ermittelt wird, bestätigt das.

Befragt wurden 600 Immobilienunternehmen: Sie bewerten die aktuelle Lage am Markt und die Aussichten für die kommenden zwölf Monate weiterhin als ausgezeichnet, auch wenn sich die Rahmenbedingungen allmählich ein wenig verschlechtern.

Attraktiv: Immobilien im Unterallgäu als Kapitalanlage
2018/04
Immobilien als Geldanlage galten noch vor einigen Jahren wegen der hohen Kaufnebenkosten als wenig attraktiv. Das hat sich gründlich geändert. Denn Immobilieneigentümer profitieren von ihrem vermieteten Eigentum zweifach: Sie erwirtschaften durch die Mieteinnahmen Monat für Monat Rendite und kommen zusätzlich in den Genuss der Wertsteigerung, die sie zwar durch ihr aktives Kaufverhalten teilweise selbst verursachen, die aber nichtsdestotrotz in den vergangenen Jahren außerordentlich war.

Käufer und Bauherren haben die enorme Preisentwicklung von Immobilien zuletzt deutlich zu spüren bekommen. Von Quartal zu Quartal mussten sie mehr Geld für Wohnimmobilien ausgeben. Die Dynamik der Preissteigerung schwankt allerdings beispielsweise in Hamburg von plus ein Prozent bei Ein- und Zweifamilienhäusern bis 2,81 Prozent für Wohnungen. Die größte Preissteigerung im Vergleich zu Ende 2016 verzeichnen Berliner Wohnungen mit beachtlichen 17,31 Prozent.

Im Vergleich mit anderen Wert- oder Geldanlagen kann sich die Anlage in Immobilien sehen lassen. Aktienanleger können sich im zweiten Jahr in Folge ebenfalls über zweistellige Renditen freuen. Sie erzielten mit deutschen Standardaktien im Jahr 2017 einen Wertzuwachs von im Schnitt etwa elf Prozent. Mit extrem niedrigen Zinsen mussten sich dagegen Sparer begnügen. Wer auf Bundesanleihen setzte, musste sogar mit Verlusten rechnen. Auch der Goldpreis sank.

Wer jetzt noch einen Teil seines Vermögens in Immobilien anlegen möchte, muss schauen, wo sich das am meisten lohnt. In den deutschen Metropolen Berlin, München oder Hamburg sind steigende Kaufpreise für Wohneigentum keine Besonderheit, kommen aber vereinzelt bereits an Grenzen.

Inzwischen verteuern sich in den Mittelstädten Eigentumswohnungen und Häuser deutlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung von immowelt.de in insgesamt 108 deutschen Städte. Danach gab es den größten Anstieg mit 79 Prozent in den vergangenen fünf Jahren in Rosenheim. Die zweithöchste Steigerung mit jeweils 67 Prozent verzeichneten Esslingen am Neckar, Lüneburg und Passau. Besonders begehrte Orte aus Sicht von Immobilienanlegern sind attraktive Universitätsstädte mit funktionierender Infrastruktur.

So wird Wohneigentum wieder erschwinglich
2018/04
Deutschland ist historisch gesehen und im Vergleich mit anderen europäischen Ländern ein Land der Mieter. Nach Ansicht des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, IW, muss das kein Nachteil sein. Studien weisen darauf hin, dass Mieter mobiler sind, was dem Wirtschaftswunderland zu Gute kommt und für einen funktionierenden Arbeitsmarkt wichtig ist. Das Institut weist überdies darauf hin, dass Volkswirtschaften mit hoher Mieterquote robuster sind, weil sich die Haushalte seltener stark verschulden.

Es gibt aber auch gravierende Nachteile, die gegen eine hohe Mietquote sprechen: Der Vermögensaufbau gelingt Mietern nicht so leicht wie Immobilieneigentümern. Eine höhere Wohneigentumsquote in Deutschland würde zudem die Altersvorsorge stärken, die Vermögensverteilung positiv beeinflussen und der Ungleichheit entgegen wirken.

Obwohl aus diesen Gründen alles dafür spricht, Wohneigentum zu bilden, ist die Wohneigentumsquote in den vergangenen Jahren trotz bester Erwerbsbedingungen kaum gestiegen. Dabei ist das Wohnen im Eigentum auf lange Sicht gesehen trotz stark gestiegener Immobilienpreise gegenüber dem Wohnen zur Miete immer noch günstiger. Der Grund dafür sind die äußerst niedrigen Zinsen. Zwar werden die Zinsen irgendwann wieder steigen, doch die Anpassung wird langsam erfolgen, und Erwerber können sich die niedrigen Zinsen mit einer guten Finanzierung auf lange Zeit sichern.

Alle diese guten Gründe konnten bisher kaum ein verändertes Verhalten der Immobilieninteressenten bewirken. Nach Auskunft des IW sind die extrem hohen Erwerbsnebenkosten in Deutschland dafür der Hauptgrund. Den größten Batzen macht dabei die Grunderwerbsteuer aus. Eine Hürde ist auch der hohe Eigenkapitalanteil, den die Banken bei der Finanzierung voraussetzen, der allerdings auch ein wichtiges Sicherungspolster darstellt.

Dass es auch anders geht, zeigen beispielhaft Großbritannien und die Niederlande, wo an Stelle einer einheitlichen Besteuerung Freibeträge und abgestufte Steuersätze dafür sorgen, dass Erwerber von Immobilien zur Selbstnutzung entlastet werden. Eine Änderung des Steuergesetzes in Deutschland würde die Eigentumsbildung für Haushalte mit mittleren Einkommen erleichtern.

Übergangsfrist für alte Kamin- und Kachelöfen abgelaufen
2018/02
Kamin- und Kachelöfen erhöhen in der kalten Jahreszeit den Wohnkomfort. Sie sorgen für eine behagliche Wärme und ein angenehmes Raumklima. Seit 2015 müssen die sogenannten Einzelraumfeuerstätten strengere Auflagen erfüllen.

Der Staubgrenzwert liegt bei 0,15 Gramm pro Kubikmeter Abgas, der Kohlenmonoxid-Grenzwert bei vier Gramm pro Kubikmeter. Gesetzliche Grundlage ist die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen, die sogenannte 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV).

Mindelheim - Steuern sparen mit vermieteten Immobilien
2017/12
Immobilien stehen derzeit hoch im Kurs bei Anlegern. Sie gelten als sichere Anlage, lassen sich wegen der niedrigen Zinsen gut finanzieren, weisen gerade im schönen Unterallgäu gute Renditen und darüber hinaus attraktive Wertsteigerungen auf.

Rund 3,9 Millionen Kleinvermieter – also etwa neun Prozent der privaten Haushalte – vermieten in Deutschland rund 15 Millionen Wohnungen. Die Gruppe der Privatvermieter trägt damit wesentlich zur Versorgung mit Wohnraum bei, sichert den Bestand und wirkt prägend auf die Ausgestaltung der Mietverhältnisse.

Der Staat fördert die Bildung von Immobilieneigentum und gewährt Vermietern steuerliche Vorteile. Das ist dringend geboten, weil die Investition in Immobilien gegenüber anderen Anlageformen verwaltungsintensiver ist und ein langfristiges Engagement erfordert.

Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH, Az. IX R 38/14) haben Immobilienanleger jetzt wieder mehr Spielraum, um bei der Immobilienfinanzierung Steuern zu sparen. Wer beispielsweise eine Eigentumswohnung zur Vermietung kauft, wird die Finanzierung auf eigenen Umstände abstimmen. Eine Möglichkeit, die laufende monatliche Belastung niedrig zu halten, besteht darin, mit der Bank ein Disagio zu vereinbaren.

Dabei zahlt die Bank nur einen Teil des Kreditbetrages aus, der Kreditnehmer muss aber den vollen Darlehensbetrag zurückzahlen. Der einbehaltene Teil wird als Zinsvorauszahlung behandelt. Dadurch sinkt die Verzinsung, der Vermieter kann den Auszahlungsabschlag sofort steuerlich als Werbungskosten geltend machen, das zu versteuernde Einkommen ist niedriger und der Anleger spart Steuern.

Bislang wurden nur maximal fünf Prozent Disagio anerkannt. Ein höheres Disago galt als nicht marktüblich. Das höchstrichterliche Urteil hat diese Auffassung jetzt revidiert. Das Gericht vertritt die Auffassung, dass Kreditverträge mit einer Geschäftsbank in aller Regel marktüblich sind. Im entschiedenen Fall ging es um ein Disagio von zehn Prozent.

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Sorgen Sie vor, damit der Winter kommen kann
2017/12
Der Winter hat seine besonderen Reize, die nur genießen kann, wer sich durch Dunkelheit und Kälte nicht eingeschränkt fühlt. Mieter und Eigentümer können selbst vorsorgen, damit die angenehmen Seiten des Winters überwiegen.

Eine gut funktionierende Heizung ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Bewohner und Haus keinen Schaden nehmen durch Kälte. Die Wartung des Heizkessels sollte ein Techniker durchführen, der die Einstellungen optimiert und damit gleichzeitig für einen geringen Energieverbrauch und Behaglichkeit sorgt. Kleinere Maßnahmen können Eigentümer oder Bewohner jedoch auch ohne spezielles Fachwissen durchführen, beispielsweise die Entlüftung der Heizung. Überschüssige Luft im Heizkörper verhindert, dass er optimal Wärme abgeben kann. Nach dem Entlüften sollte der Wasserdruck der Anlage geprüft und unter Umständen Wasser nachgefüllt werden.

Richtiges Heizen und Lüften sorgt für ein angenehmes Raumklima und verhindert die Schimmelbildung. Als Faustregel gilt, dass in einem beheizten Wohnraum 18 bis 21 Grad bei 45 bis 55 Prozent Luftfeuchtigkeit herrschen sollten. Im Schlafzimmer können es ein paar Grad weniger sein. Wichtig ist eine gute Luftzirkulation. Heizkörper dürfen nicht durch Möbel verstellt oder Vorhänge verdeckt sein. Das Umweltbundesamt empfiehlt, mehrmals am Tag die Raumluft durch Lüften auszutauschen.

Im Winter müssen sich Eigentümer auch um die Verkehrssicherungspflichten kümmern. Städte und Gemeinden haben dafür jeweils eigene Satzungen, die regeln, in welchem Umfang diese Pflichten bei Schnee und Eis zu erfüllen sind.

Die Verantwortung dafür hat der Immobilieneigentümer oder der Eigentümergemeinschaft, die diese Pflicht auf Mieter abwälzen können. Grundsätzlich gilt, dass Bürgersteige, der Hauseingang und Wege zu wichtigen Hauseinrichtung, etwa zu den Mülltonnen, verkehrssicher sein müssen. Schnee und Eis müssen in der Regel werktags zwischen sieben und 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen zwischen neun und 20 Uhr beseitigt werden, das kann bei entsprechender Witterung mehrmals am Tag sein. Beauftragt ein Eigentümer einen professionellen Winterdienst, hat er als Auftraggeber weiterhin eine Kontrollpflicht.

Baugenehmigungszahlen sinken weiter
2017/11
Jetzt ist es amtlich: Bis zum Ende des Jahres können die Baugenehmigungszahlen das Minus der vergangenen Monate nicht mehr ausgleichen. Das Jahr 2017 wird insgesamt mit einem negativen Ergebnis abschließen.

Nach dem zaghaften Boom der Jahre 2015 und 2016 hofften Politiker und Aktive der Wohnungswirtschaft, dass sich der Engpass bei Wohnungen in den Großstädten durch eine rege Bautätigkeit beheben lassen würde. Das wäre der Fall, wenn jedes Jahr rund 400.000 neue Wohnungen entstehen würden, darüber sind sich die führenden Institute einig.

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland aber nur 247.700 Wohnungen fertiggestellt, 2016 waren es immerhin schon 277.700 Wohnungen und damit 12,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen kommen allerdings bei weitem nicht an den tatsächlichen Bedarf heran. Die Hoffnung lag daher auf einem weiteren Aufschwung bei den Baugenehmigungszahlen, die einen Ausblick auf die zukünftige Bautätigkeit geben.

Jetzt meldete das Statistische Bundesamt in den monatlichen Berichten zum wiederholten Male statt steigender Zahlen ein Minus. Insgesamt wurden in Deutschland von Januar bis September 2017 7,0 Prozent oder 19.500 weniger Baugenehmigungen von Wohnungen erteilt als in den ersten neun Monaten 2016. Im ersten Dreivierteljahr wurde der Bau von 256.800 Wohnungen genehmigt. 2016 waren es in diesem Zeitraum bereits 276.297 Wohnungen.

Bei der differenzierten Betrachtung ergeben sich dann noch Besonderheiten: Die Zahl der Baugenehmigungen hat in den ersten neun Monaten 2017 zwar insgesamt abgenommen, aber gegen den allgemeinen Trend nahmen die Genehmigungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern immerhin noch um 0,9 Prozent zu. Damit erreichte die Anzahl genehmigter Wohnungen in Mehrfamilienhäusern den höchsten Wert von Januar bis September seit zwanzig Jahren. Das jedenfalls lässt hoffen.

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Neue Bodenpolitik und Senkung der Grunderwerbsteuer
2017/11
Neue Bodenpolitik und Senkung der Grunderwerbsteuer würden Wohnungsmarkt in Mindelheim entlasten. Grund und Boden sind nicht vermehrbar und in Deutschland ein knappes Gut, besonders in wachsenden Stadtregionen. Das ist ein Grund, warum Investoren vermehrt auf diese sichere Anlage setzen. In der Folge steigen zuerst die Preise für Bauland, dann für Neubauten und schließlich für Mieten.

Der Expertenkreis „Zukunftsfragen der Bodenpolitik“ hat eine Agenda für die Jahre 2020 – 2030 erarbeitet. Sie zeigt, warum das Unterallgäu dringend eine andere Stadtentwicklungs- und Bodenpolitik braucht. Neun Kernforderungen sollen einen nachhaltigen und sozial verantwortungsvollen Umgang mit dem knappen Gut Boden sichern. Dazu gehört eine Stärkung der Kommunen in Bezug auf Vergabepraxis, Handlungsfähigkeit und Planungsrecht. Zudem müssten das kommunale Vorkaufsrecht und die Gemeinwohlziele in der Innenentwicklung weiter entwickelt werden.

Die Experten empfehlen außerdem neue Modelle der Besteuerung. Die Grundsteuer sollte durch eine Bodenwert- und Bodenflächensteuer ersetzt werden, bei der Grunderwerbsteuer sollten Käufe, die im Interesse der Allgemeinheit stattfinden, begünstigt werden – auch sollte die interkommunale Zusammenarbeit forciert werden.

Ganz ähnlich argumentiert das Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Die hohe Grunderwerbsteuer schrecke viele Käufer ab, Neubauten würden verhindert. Das Institut empfiehlt, die Grunderwerbsteuer gezielt zu reformieren. Als Vorbild könnten die europäischen Nachbarn dienen. Für private Neubauten könnte die Steuer entweder ganz entfallen – wie in den Niederlanden – oder pauschal auf ein Prozent sinken. Bislang werden Bauherren steuerlich sogar doppelt belastet, da für die Bauarbeiten zudem Mehrwertsteuern anfallen – die Steuerlast kann so auf mehr als 20 Prozent steigen.

Um private Haushalte beim Wohneigentumskauf zu entlasten, könnte die Politik ein Stufenmodel nach britischem Vorbild einführen. Dort steigt mit zunehmendem Preis der Immobilien auch die Steuer, bis 125.000 Euro ist gar keine Grunderwerbsteuer fällig.

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Elektromobilität scheitert an Mehrfamilienhäusern
2017/10
Die Elektromobilität ist ein Hoffnungsträger für die Zukunft des Automobilverkehrs. Gegenüber anderen europäischen Ländern steht Deutschland aber noch fast am Anfang. Vorreiter Norwegen hat schon vor Jahren die Weichen gestellt: Käufer müssen dort weder die 25 Prozent Mehrwertsteuer noch die sogenannte Anschaffungssteuer bezahlen. Anreize bieten zusätzliche Angebote, zum Beispiel die kostenlose Nutzung von Fähren, Tunnel, Mautstraßen und Busspuren.

Diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass bereits 80 Prozent der in Norwegen verkauften Volkswagen Plug-in-Hybride sind.

Auch in Deutschland sollen steuerliche Anreize, Kaufprämien und eine öffentliche Ladeinfrastruktur die Elektromobilität fördern. Doch dem Durchbruch stehen handfeste praktische Gründe im Weg: Es gibt keine vernünftige private Ladeinfrastruktur.

Eine Million Elektroautos sollen bis 2020 auf deutsche Straßen, das ist das erklärte Ziel der Bundesregierung. Derzeit sind gerade einmal rund 35.000 reine E-Autos zugelassen. Zu wenig Ladepunkte, zu lange Ladezeiten und zu geringe Reichweiten bremsen das Kaufinteresse. „Der Bund sollte endlich die private Ladeinfrastruktur in den Fokus rücken. Allein in privaten Mehrfamilienhäusern gibt es mehr als vier Millionen PKW-Stellplätze. Hier wäre eine zielgenaue Förderung angebracht.

Kaum jemand wird ein Elektroauto kaufen, wenn der nächste Ladepunkt 500 Meter von der eigenen Haustür entfernt liegt und im Zweifel gar nicht frei ist. Wartezeiten oder das unbedingte Wegfahren nach erfolgter Ladung vom öffentlichen Ladepunkt schreckt den Verbraucher ab.

Der Kunde will sein Auto zu Hause laden wie sein Handy ...”, sagt DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler. Die Stromnetze zahlreicher Mehrfamilienhäuser sind auf Ladevorgänge nicht ausgelegt, schon gar nicht, wenn mehrere Autos parallel geladen werden. Ein staatliches Anreizprogramm für die private Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern wäre also ein aussichtsreiches Unterfangen, um die neue, saubere, leise Technik auf den Weg zu bringen.

Auch rechtlich besteht Handlungsbedarf. Die Beschlussfassung in Wohnungseigentümergemeinschaften muss vereinfacht werden, damit die Installation von Ladeeinrichtungen auf dem Grundstück von Wohnanlagen nicht am Veto einzelner Eigentümer scheitert.

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Ein Viertel aller Deutschen von angespanntem Immobilienmarkt betroffen
2017/10
Nach einer Faustregel soll die Wohnkostenbelastung 30 Prozent des zur Verfügung stehenden Haushaltseinkommens nicht übersteigen. Bei rund 5,6 Millionen Haushalten bzw. 8,6 Millionen Menschen ist diese Grenze überschritten. Gut eine Million Haushalte mit rund 1,6 Millionen Menschen müssen in den Großstädten sogar mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Für 1,3 Millionen Haushalte liegt das Resteinkommen nach Abzug der Miete sogar unterhalb des Hartz-IV-Regelsatzes.

„Die Wohnbedingungen sind damit nicht nur ein Spiegel bestehender Ungleichheit, sondern tragen auch selbst durch die hohe Mietkostenbelastung zu einer wachsenden Ungleichheit bei“, sagt der Stadtsoziologe Dr. Henrik Lebuhn von der Humboldt-Universität zu Berlin.

Unter den 77 deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern bescheinigen die Forscher 54 Städten eine im Trend zunehmende Einwohnerzahl, 31 davon wachsen sogar überdurchschnittlich stark. In diesen 54 Großstädten könne von einem „angespannten Wohnungsmarkt“ ausgegangen werden. Da vor allem die Metropolen stark an Einwohnern gewinnen, sind sogar rund 80 Prozent der deutschen Großstadtbewohner mit angespannten Wohnungsmärkten konfrontiert. Das entspricht rund 20,4 Millionen Menschen oder einem Viertel der Gesamtbevölkerung in Deutschland.

Studien haben bisher lediglich die Tatsachen untersucht. Welche direkten, verschiedenen Ursachen die Wohnungsknappheit hat und wie man sie abstellen kann, ist noch offen. Die sich gegenseitig bedingenden Umstände eines boomenden Marktes schaukeln sich auf. Sie sind im Wesentlichen die Folge eines Wirtschafts- und Finanzsystems, das seit der Subprime-Krise aus dem Gleichgewicht geratenen ist.

Die regierenden Politiker der nächsten Legislaturperiode werden sich neue Ansätze einfallen lassen müssen, wenn sie die Wohnsituation spürbar verbessern wollen. Das Problem wird sich nicht von allein lösen, sondern nach Ansicht von Spezialisten wegen der Bevölkerungsentwicklung und Wanderungsbewegung noch mindestens bis 2030 andauern.

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(Keine) Kompromisse beim Immobilienkauf
2017/07
Der Immobilienkauf will gut überlegt sein. Das gilt besonders in der derzeitigen Hochpreisphase. Für die Umsetzung der eigenen Vorgaben stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Wer in den Bereichen Baujahr, Größe, Ausstattung, Lage, Preis und Immobilienart – zum Beispiel Ein- oder Zweifamilienhaus, Reihenhaus oder Eigentumswohnung – flexibel ist, kommt schneller zum Ziel.

Einige der genannten Faktoren haben jedoch eine größere Bedeutung als andere. Die Ausstattung eines Hauses lässt sich auch Jahre später noch verbessern, die Lage ist dagegen ein unveränderliches Kriterium. Daher wiegt die Entscheidung für oder gegen einen Standort während der Immobiliensuche schwerer als alle anderen Komponenten.

Weil Immobilien in Mindelheim und Memmingen in den vergangenen fünf Jahren stark im Preis gestiegen sind, entscheiden sich wieder mehr Immobilienkäufer für preiswertere Lagen. Dabei müssen sie jedoch höhere Mobilitätskosten einkalkulieren.

Auch das Baujahr ist ein unveränderliches Merkmal, das den Wert und somit den Preis beeinflusst, jedoch nur im Zusammenhang mit dem Zustand einer Immobilie, der durch Renovierung oder Sanierung jederzeit maßgeblich verbessert werden kann.

Das Baujahr ist daher ein teils zu vernachlässigendes Merkmal bei der Immobiliensuche. Entscheidender ist die Größe. Dabei kommt es vor allem darauf an, wie viele Personen das künftige Domizil bewohnen werden. Für jede Person sollte mindestens ein Zimmer vorhanden sein, lautet die gängige Formel. Doch auch hier sind Kompromisse möglich. So kann überlegt werden, ob ein großes Zimmer möglicherweise teilbar wäre, ob es Ausbaureserven gibt oder ob ein Anbau realisierbar ist.

Auch andersherum lässt sich prima planen: Ein zu großes Haus eignet sich möglicherweise durch Aufteilung zur Vermietung oder zur Aufnahme von Familienmitgliedern, die auch bei der Finanzierung helfen können.

Viele Vorteile und gute Finanzierbarkeit bei Immobilienerwerb im Alter
2017/07
Kreditinstitute müssen die finanzielle und wirtschaftliche Lage des Kunden bei der Vergabe von Immobilien-Darlehen eingehend prüfen.
Anfang 2016 hatte die Bundesregierung mit der sogenannten Wohnimmobilienkreditrichtlinie eine strengere Prüfung der Kreditwürdigkeit eingeführt. Nach Protesten von Verbänden und Banken wurden die Regelungen zur Vergabe von Darlehen präzisiert.

Künftig kann beispielsweise eine Wertsteigerung durch Baumaßnahmen oder Renovierung einer Wohnimmobilie wieder berücksichtigt werden. Damit sollen Hürden bei der Kreditvergabe an Senioren verhindert werden. Die Mehrzahl Senioren verfügt heute jedoch über Vermögen und kann einen wesentlichen Anteil des Kaufpreises einer Immobilie oder auch die volle Summe aus Eigenmitteln aufbringen. Oft stammt das Geld aus dem Verkauf einer anderen Immobilie, aus Einmalzahlungen von Lebensversicherungen oder erspartem Vermögen.

Bequemlichkeit, Barrierefreiheit, kulturelle Angebote in der Umgebung, gute Einkaufmöglichkeiten und eine insgesamt ansprechende Infrastruktur mit Ärzten und weiteren Versorgungseinrichtungen werden dann zunehmend wichtig. Sich im Alter noch einmal neu auszurichten, braucht Zeit. Je früher man sich also entscheidet, desto eher wirken sich die Vorzüge eines bequemen Domizils aus, desto besser klappt die Eingewöhnung an die neue Umgebung und desto größer ist der Zuwachs an Lebensqualität.

Die Spezialisten bei Kopp Immobilien sind darauf eingestellt, in jedem Einzelfall in Abstimmung mit dem Kunden individuelle Lösungen zu erarbeiten.

Bauen und umbauen für die Zukunft – ohne Barriere
2017/07
Bereits im Jahr 2030 werden laut statischem Bundesamt rund 28 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein, 2060 sind es schon rund 33 Prozent. Die Ansprüche älterer Menschen an die Wohnsituation sind grundsätzlich anders als die jüngerer.

Ein Großteil des heutigen Wohnungsbestandes ist darauf nicht eingerichtet. Die Bundesregierung fördert daher über die Programme „Altersgerecht Umbauen – Kredit“ und „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss“ Barriere reduzierende Maßnahmen in bestehenden Wohngebäuden. Sie sind jeweils einzeln durchführbar oder frei kombinierbar. Erreicht werden soll der Standard „Altersgerechtes Haus“. Ein angenehmes und barrierearmes Wohnumfeld ist komfortabel für Menschen jeden Alters, ob sie nun jung oder alt, sportlich oder in der Bewegung eingeschränkt, groß oder klein sind. Kleine Kinder oder auch ältere Menschen bewegen sich freier und sicherer im und am Haus ohne Schwellen oder andere Barrieren.

Die meisten Menschen möchten auch in höherem Alter in ihrer vertrauten Wohnumgebung bleiben. Die Realität entspricht diesem Wunsch nicht:
Bis zu zwei Millionen Wohnungen sind nicht oder nur unzureichend barrierearm, dabei führen oft schon kleine Verbesserungen dazu, die Lebensqualität erheblich zu verbessern. Eine bodengleiche Dusche ist zum Beispiel für ältere Menschen bequemer als eine Badewanne, der barrierefreie Zugang zu einem neuen Balkon ermöglicht es bewegungseingeschränkten Menschen, die Sonne zu genießen, ein breiterer Hauseingang ohne Schwelle zum Gehweg ist sowohl für Eltern mit Kinderwagen als auch für Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, leichter zu bewältigen.

Verstärken Sie unser Team
2017/06
Als erfolgreiches Unternehmen im Unterallgäu sind wir auf der Suche nach motivierten Mitgliedern für unser Team. Egal ob Sie Neueinsteiger sind, Sie erhalten eine kostenlose Ausbildung.

Ihr Profil:
- Sie sind motiviert und leistungsorientiert
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- Egal ob Neueinsteiger oder erfahren im Bereich Immobilien
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Recht: Käufer muss Nutzung des Weges dulden
2017/06
In der Praxis kommt es häufig vor, dass sich Grundstücksnachbarn untereinander Wegerechte einräumen.
Soll das Wegerecht auch nach dem Verkauf eines Grundstücks Bestand haben, kommt es darauf an, wie es abgesichert ist.
Denn der Rechtsnachfolger ist grundsätzlich nur dann verpflichtet, eine Benutzung eines Weges auf seinem Grundstück zu dulden, wenn dies gesetzlich oder vertraglich bestimmt ist.

Im Normalfall ist das Wegerecht als Geh- und Fahrtrecht ausgestaltet. Es dient dem Inhaber des Rechts dazu, über das Nachbargrundstück sein eigenes Grundstücks zu erreichen, wenn er ansonsten über die öffentliche Straßen keinen Zugang hätte. Zivilrechtlich können die Nachbarn einfach einen Vertrag miteinander schließen, der die Einzelheiten regelt, oder sie können eine Grunddienstbarkeit ins Grundbuch eintragen lassen.
In einem aktuellen Fall hatten die Grundstücksnachbarn ein Wegerecht gegen ein Entgelt vereinbart, dessen rechtliche Wirkung sich auf die beiden Vertragspartner beschränkt. Als das mit dem Wegerecht belastete Grundstück verkauft wurde, bemängelte der Käufer, dass er dem Wegerecht nicht zugestimmt habe und die Vereinbarung für ihn nicht bindend sei.

Der Kaufvertrag war in diesem Punkt unvollständig. Das Oberlandesgericht entschied jedoch: Ist dem Käufer bewusst, dass auf dem von ihm erworbenen Grundstück ein Weg verläuft, der vom Nachbarn als Zugang und Zufahrt genutzt wird und für die Nutzung des Weges eine regelmäßige Vergütung gezahlt wurde, so kann er sich als redliche Vertragspartei nicht darauf berufen, dem Eintritt in die Wegerechtsvereinbarung nicht zugestimmt zu haben (OLG Karlsruhe, 28.07.2016, 9 U 24/15).

Niedrige Zinsen allein kein Grund für den Immobilienkauf
2017/06
Die niedrigen Zinsen erleichtern den Immobilienkauf. Bei der Entscheidung für den Kauf einer Immobilie spielen sie aber keine herausragende Rolle.
Nur fünf Prozent der Deutschen, die im Begriff sind, sich eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, tun das allein wegen der aktuellen Niedrigzinsphase, das belegt eine repräsentative Studie von immowelt.de.

Ein Grund dafür ist sicherlich auch die Tatsache, dass die Preise für Immobilien inzwischen in vielen Städten stark gestiegen sind und häufig den Vorteil der günstigen Darlehen verpuffen lassen.
Andere Gründe bei der Entscheidung zum Immobilienkauf spielen eine größere Rolle:

43 Prozent wollen Miete sparen,
28 Prozent fürs Alter vorsorgen und
14 Prozent ihr Zuhause frei gestalten.

Unter den 1.000 Befragten der Studie entschieden sich einige auch gegen den Kauf und wollen weiterhin Mieter bleiben:

42 Prozent gaben an, sich keine Immobilie leisten zu können,
19 Prozent wussten bereits, dass sie nur eine begrenzte Zeit an einem Ort wohnen werden, z.B. während der Ausbildung oder wegen einer befristete Arbeitsstelle,
18 Prozent wollen sich nicht hoch verschulden,
13 Prozent lehnen die Verantwortung für Reparaturen und Instandsetzung ab und
8 Prozent befürchten, sich dann nicht mehr so viele Reisen oder kein neues Auto mehr leisten zu können.

Deutschland wird also trotz Immobilienboom und besten Finanzierungsbedingungen noch eine Weile ein Mieterland bleiben und damit bei der Eigentumsquote vor der Schweiz das Schlusslicht Europas bilden.

Das vernetzte Haus kommuniziert mit dem Internet der Dinge
2017/05
Der Begriff „Internet der Dinge“ (Internet of Thing: IoT) steht für den Trend, dass der Computer durch smarte Geräte ersetzt wird. Per App lassen sich der Wasserkocher in der Küche, das Fitness-Armband oder vernetzte Fahrzeuge steuern.

Immer mehr smarte Geräte mit eingebetteten Prozessoren, Sensoren und Netzwerktechnik übernehmen Aufgaben der Steuerung und Überwachung in der häuslichen und privaten Umgebung. Wie privat dabei die Daten tatsächlich bleiben, fragen sich viele Nutzer.

Die neue Technologie wirkt sich direkt auf den Menschen aus – sei es in Verkehrssystemen, in der Logistik, im Gesundheitswesen, im vernetzten Haus oder in der Smart City. Dr. Vaskar Raychoudhury, der auf Einladung von Prof. Dr. Christian Becker am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik tätig ist, erforscht den Zusammenhang zwischen IoT und Big Data.

Da bei der Nutzung von smarten Geräten die Menge an persönlichen Informationen neuerdings förmlich explodiert, müssen neue Methoden entwickelt werden, um Big Data-Domänen zu verwalten, erläutert Raychoudhury. Sein besonderes Interesse gilt dabei dem Gesundheitssektor.

Die Zukunft hat in diesem Bereich erst begonnen. Ob Neugier oder Skepsis überwiegen, ist noch unentschieden. Diese Technologie regt die Fantasie auf jeden Fall in besonderem Maße an.
Es bleibt spannend.

Landlust oder Landfrust im Unterallgäu?
2017/04
Zwischen Land und Stadt verändert sich etwas: Zum ersten Mal seit der Jahrtausendwende zogen im Jahr 2014 mehr Inländer aus den Großstädten weg als hinzukamen. So lautet das Ergebnis des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), das Zahlen für die 66 kreisfreien Großstädte in Deutschland ausgewertet hat. Besonders für 30- bis 50-Jährige verlieren die Großstädte ihre bisherige Anziehungskraft.

Im Jahr 2014 kamen in dieser Altersgruppe auf 40 Zuzüge 49 Fortzüge pro 1.000 Einwohner. Vor allem Familien verlassen die Großstadt. Diesen Trend gab es zwar auch schon vorher, aber nicht so ausgeprägt. Familiär ungebundene Erwachsene finden Großstädte hingegen nach wie vor attraktiv. Ähnlich sieht es bei den 18- bis unter 30-Jährigen aus: Im Durchschnitt kommen in dieser Altersgruppe auf 102 Fortzüge aus der Großstadt 127 Zuzüge je 1.000 Einwohner. Ziel der Fortzüge sind oft die Vorstädte, denn vom Leben auf dem Lande hat so ziemlich jeder eigene Vorstellungen.Dass die ländlichen Räume in Deutschland äußerst vielgestaltig sind, belegt jetzt der vom Thünen-Institut online gestellte Landatlas, der ländliche Regionen unter die Lupe nimmt (www.landatlas.de).

Rund 60 Indikatoren werden dort kleinräumig aufbereitet, vor allem zur sozialen, demographischen und wirtschaftlichen Situation, zum Wohnen, zur Versorgungslage und zur Erreichbarkeit verschiedener Einrichtungen. Gleichzeitig diskutieren Experten die Perspektiven schrumpfender Regionen.
Zahlreiche Landkreise in dünn besiedelten Gebieten verloren zwischen 2000 bis 2015 bis zu ein Fünftel ihrer Einwohner. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.

Wichtigste Aussage: Regionen abseits der Ballungsräume werden auch in Zukunft weiter an Bevölkerung verlieren. Fazit fürs Unterallgäu: Mindelheim und der Landkreis Unterallgäu sollten zukünftig auch davon profitieren.

Immobilienblase – oder der Beginn einer neuen Marktphase im Unterallgäu?
2017/03
Das Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen hat für einen Knall und jede Menge Aufregung gesorgt. Tatsächlich gab der Europäische Ausschuss für Systemrisiken Ende vergangenen Jahres Entwarnung. Risiken für eine Blasenbildung gäbe es zwar in vielen Ländern Europas – nicht aber in Deutschland.Auch der empirica-Blasenindex weist keine spektakulären Veränderungen auf. Dennoch haben jetzt die Immobilinenweisen eine deutliche Warnung ausgegeben. Kurz gefasst lauten die Aussagen so: Die deutsche Immobilienwirtschaft wird „im kommenden Jahr ihre starke Wachstumsphase voraussichtlich weiter fortsetzen“. Dazu trägt die weiterhin starke Nachfrage ebenso bei, wie die Niedrigzinsphase. Die hohe Nachfrage verteilt sich nicht gleichmäßig auf ganz Deutschland. Bundesweit lagen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im ersten bis dritten Quartal dieses Jahres 48 Prozent über dem Vergleichswert von 2010.Seit fünf Jahren steigen die Immobilienpreise schneller als die Mieten. Aufhorchen lässt diese Beurteilung: In einigen Teilbereichen und auf regionalen Märkten haben sich deutliche Preisübertreibungen gebildet. In Düsseldorf liegen die Preise laut Frühjahrsgutachten um 36 Prozent über dem fundamental gerechtfertigten Niveau, in Frankfurt und Hamburg um gut 40 Prozent, in Köln, Berlin und Stuttgart um die 50 Prozent in München um 75 Prozent und auch in #Mindelheim liegen sie wohl deutlich darüber.Die Flucht in die Sachwerte war immer Ausdruck einer unsicheren Wirtschaftslage, die in der Bundesrepublik derzeit aber nicht erkennbar ist. Statt dessen ist zu viel Geld im System. Immobilienanleger sollten jetzt besonders in den Metropolen abwägen, zu welchem Preis sie gefühlte Sicherheit kaufen wollen.Wer einen langen Atem hat, kann höhere Preise besser akzeptieren als Käufer, deren Finanzierung nur in der Niedrigzinsphase funktioniert und die nur über wenig Eigenkapital verfügen.

In der kalten Jahreszeit eine neue Heizung planen
2017/02
Wie teuer das Heizen im Winter tatsächlich ist, hängt unter anderem vom Wetter ab. 2015 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 4,7 Prozent mehr Terawattstunden (TWh) Wärme zur Verfügung gestellt als im Vorjahr. Der Anstieg ging im Wesentlichen auf die etwas kühlere Witterung zurück.Verbraucher können die Heizkosten aber auch selbst beeinflussen. Laut Stiftung Warentest lohnt es sich, eine alte Heizanlage zu ersetzen oder sie zu modernisieren. Dafür gibt es Fördergeld vom Staat. Wer sich für eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien entscheidet oder sich eine Wärmepumpe für die Erdwärmeheizung kauft, kann einige tausend Euro Zuschuss bekommen.Auch der Tausch einer alten Anlage gegen eine neue Gas-Brennwert- oder Öl-Brennwertheizung wird gefördert. Der Einbau effizienter Pumpen und die Optimierung der alten Heizungsanlage wird mit 30 Prozent der Kosten unterstützt. Für 2017 ist dafür ein Fördervolumen von 347 Mio. Euro vorgesehen, für die Jahre 2018 bis 2020 stehen jeweils 470 Mio. Euro bereit.Am sichersten ist es, wenn Immobilieneigentümer sich zunächst Expertenrat einholen und danach entscheiden, ob sie auf erneuerbare oder fossile Brennstoffe umsteigen wollen. Anschließend werden die Förderanträge bei Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) oder bei der staatlichen Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gestellt. Übrigens: Die Förderung kann mit einem Kredit kombiniert werden, was unter Umständen sogar noch Geld einbringt. Mehr Infos unter www.test.deunter dem Stichwort „Heizung modernisieren“.

Wohneigentümer stehen sich auf lange Sicht erheblich besser als Mieter
2017/01
Um durchschnittlich 41 Prozent ist der Erwerb von Wohneigentum günstiger als Mieten. Zu dieser Aussage kommt ein Gutachten des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Accentro AG. Die Analyse von Mieten und Wohnnutzerkosten in 402 Kreisen zeigt die Entwicklung der Immobilienmärkte in Deutschland auf. Danach waren die vergangenen Jahren durch teilweise deutliche Preisdynamiken geprägt. Einer moderaten Ausweitung des Angebots stand eine teils deutlich steigende Nachfrage gegenüber – besonders in den deutschen Groß- und Universitätsstädten. Das zunehmende Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage verursachte eine Steigerung von Miet- und Kaufpreisen. Die Abkopplung der Preise von fundamentalen Faktoren des Immobilienmarktes könne zu einer Überhitzung führen, besonders, wenn allzu optimistische Hoffnungen auf der zukünftigen Preisentwicklung ruhen. Preiskorrekturen wären die schmerzhafte Folge. Entscheidend für die Motivation von Immobilienkäufern ist das Ergebnis der Analyse: Der Vorteil von Wohneigentum gegenüber Miete reicht in den deutschen Metropolen von 34 Prozent in München bis zu 47 Prozent in Hamburg. Insgesamt schwankt der Vorteil in den untersuchten Kreisen zwischen 13 und 67 Prozent. Sogar bei deutlich höheren Zinsen wäre das Wohnen im Eigentum in der überwiegenden Mehrheit der Kreise immer noch vorteilhafter. Dieser Umstand deutet nach Ansicht des Instituts darauf hin, dass die Kaufpreise zukünftig noch weiter steigen könnten.

Alt werden im eigenen Viertel
2016/07
Demografie ist für niemanden mehr ein Fremdwort. Doch die Auswirkung der schrumpfenden Bevölkerung in Städten mittlerer Größe mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern einerseits und das Wachstum in deutschen Großstädten anderseits werden immer sichtbarer. Bereits 2030, also bereits in 15 Jahren, wird fast ein Drittel aller Deutschen älter als 65 Jahre sein. Der Anteil der 20- bis 64-Jährigen wird dann 43,6 Millionen oder 55 Prozent betragen, der Anteil der unter 20-Jährigen 13,8 Millionen oder 17 Prozent. Und die Zahlen spitzen sich mit jedem Jahrzehnt weiter zu. Wer älter wird, ist häufig auf Hilfe angewiesen: Hilfe bei den Arbeiten im Haushalt, Hilfe bei Fahrten zu Ärzten oder Freunden, Hilfe beim Einkaufen. Gerade, wenn ältere Menschen in ländlichen Regionen zu Hause sind, ist Selbstständigkeit wichtig, schließlich gibt es auf dem Dorf nicht immer alles in direkter Nähe. Wie kann neue Technik im Alltag helfen, dass Menschen möglichst lange selbstständig leben können – und das zu Hause, in ihrem eigenen Viertel? Wie kann garantiert werden, dass die Technik sich an die Menschen anpasst und nicht umgekehrt? Und welche Chancen bieten technische Alltagsbegleiter für Unternehmen, Kommunen, Wohlfahrtsverbände und Sozialversicherungen? Diesen Fragen widmet sich ein dreijähriges Forschungskolleg der Universität Siegen (FoKoS). „Die bisherigen Lösungen berücksichtigen zu wenig, wie sich ältere Menschen verhalten“, sagt Koordinator Prof. Grzegorzek. Die Technik sei außerdem meist an die Wohnung gebunden und zu wenig vernetzt. Eine interaktive Grafik verdeutlich die Entwicklung der Bevölkerung von 1950 bis 2060: www.destatis.de/bevoelkerungspyramide

Immobilienmarkt: Schwankungen sind natürlich
2016/05
Der Immobilienmarkt bewegt sich in Zyklen, die in der Regel durch Entwicklungen von außen verursacht werden. Aber externe und interne Wirkungen beeinflussen sich auch gegenseitig – zum Beispiel wenn sich Angebot und Nachfrage, Finanzierungsbedingungen, politische oder rechtliche Vorgaben ändern. Immobiliengeschäfte durchdringen verschiedene Wirtschaftssektoren. Der Finanzsektor spielt eine entscheidende Rolle, denn Transaktionen im Immobilienbereich erfordern langfristige und nur unter Kostenaufwand rückgängig zu machende finanzielle Verpflichtungen. Die Kostensituation bei Wohn-immobilien hat wiederum einen starken Einfluss auf das Vermögen der privaten Haushalte und damit auf den privaten Konsum und die Beschäftigung. In Kooperation mit dem Weltwirtschaftsforum (WEF) hat JLL die Studie “Emerging Horizons on Real Estate – An Industry Initiative on Asset Price Dynamics” vorgelegt. Die Studie belegt, dass Marktzyklen ein Grundprinzip des Immobilienmarktes sind. Dabei sind die Zyklen der Nachfrage nach Büro-, Einzelhandels- und Logistik-Flächen kurzlebiger, während zum Beispiel die Auswirkung der Bautätigkeit sich in Jahren oder Jahrzehnten bemisst. Wegen dieser Divergenz können sich Entwicklungen aufschaukeln und zu einen Immobilienboom führen, wie derzeit in den deutschen Metropolregionen. „Unsere Analyse zeigt, dass der Immobiliensektor im letzten Jahrhundert an den meisten Finanzmarktzyklen beteiligt war, diese aber nicht verursacht hat”, betont Colin Dyer, CEO bei JLL“. 

Energieausweise mit Zufallsergebnissen
2016/04
Energieberatung und Energieausweise sind noch längst keine Selbstverständlichkeit im Alltag. Der in Energieausweisen angegebene Energieeffizienzwert für Wohn-gebäude unterliegt wesentlich dem Zufall bzw. hängt vom jeweils beauftragten Energieberater ab, berichtet der Hauseigentümerverband Haus & Grund Deutschland.
Dieser Aussage liegt ein umfangreicher Test zu Grunde: Darin wurden Verbrauchs- und Bedarfsausweise für ein Mehr- und ein Zweifamilienhaus von insgesamt zehn verschiedenen Energieberatern aus der Expertenliste der dena sowie über ein Onlineportal erstellt. Die ermittelten Energiekennwerte differierten um bis zu 46 Prozent. Die Verbesserung der Qualifizierung der Energieberater sei aber nicht der richtige Lösungsansatz, ist sich der Verband sicher, vielmehr seien die Probleme bei den Energieausweisen systembedingt. Zum Beispiel bereite die für Berechnung wesentliche Gebäudenutzfläche in der Praxis erhebliche Probleme. Dies führe dazu, dass der ermittelte Energiebedarf oder -verbrauch einmal auf kleine, einmal auf große Flächen bezogen werde – bei ein und demselben Haus, von unterschiedlichen Beratern. Der Verband schlägt vor, die Bedeutung von Energieausweisen für den Wohnimmobilienmarkt einzuschränken. Die Angabe des Energiekennwert aus dem Energieausweis in Vermietungs-anzeigen sei sinnlos, denn Mieter oder Käufer könnten aus dieser Angabe keinerlei Rückschlüsse auf die Heizkosten ziehen. Überdies müsse, wer diese Vorgabe missachtet, mit einem Buß-geld von bis zu 15.000 Euro rechnen. Der Verband fordert statt dessen bessere individuelle Energieberatung.

Bauen in Deutschland: solide aber teuer
2016/03
Um dem jetzigen und zukünftigen Bedarf an Wohnungen in Deutschland gerecht zu werden, müssen jährlich 250.000 bis 300.000 Wohnungen gebaut werden, davon etwa zwei Drittel in Wachstumsregionen. Doch die hohen Kosten dämpfen die Neubautätigkeit. Eine Untersuchung der wichtigsten Einflussfaktoren auf die Kostenentwicklung kommt zu einem alarmierenden Ergebnis. Danach „wird es unausweichlich sein, maßgebliche Kostentreiber zu begrenzen und die Rahmenbedingungen für das Bauen im Allgemeinen zu verbessern“. Die Studie der ARGE eV, Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V., listet die Kostentreiber auf, zum Beispiel Vorgaben zur Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Standsicherheit, Brand- und Schallschutz sowie Schnee-, Sturm- und Erdbebensicherheit, hohe Baulandpreise, hohe Steuer- und Gebührensätze und kommunale Vorgaben. Ordnungsrechtliche Vorgaben, kommunale Auflagen, Gebühren sowie Änderungen im Steuerrecht verursachen über 24.000 Euro Mehrkosten je Neubauwohnung seit dem Jahr 2000. Der Bau eines neuen Standard-Einfamilienhauses ist in Deutschland nicht unter 200.000 Euro möglich. Hinzu kommen Grundstücks- und Nebenkosten. Je nach Lage müssen Bauherrn in Deutschland insgesamt Beträge zwischen 230.000 und 650.000 Euro aufbringen. Das ist anderenorts günstiger: In den Vereinigten Staaten betragen die Herstellungskosten rund 110.000 Euro, in den Niederlanden 150.000 Euro.

Laien können Wertentwicklung von Immobilien nur schwer einschätzen
2015/08
Viele Immobilienerwerber haben überhaupt keine Vorstellung von der Wertentwicklung der gekauften Immobilien. Nach einer Umfrage von Interhyp und ImmobilienScout24 interessieren sich 18 Prozent nicht für die zukünftige Wertentwicklung und 16 Prozent tun sich schwer, diese einzuschätzen.News, Robert Kopp, Kopp Immobilien, Kopp Gutachten, wertentwicklung ImmobilieDieses Desinteresse mag vielleicht bei Käufern verständlich sein, die sich sicher sind, ihr Immobilieneigentum auf keinen Fall weiter zu veräußern. Doch der Arbeitsmarkt und die Wechselfälle des Lebens fordern heute eine große Mobilität, und der Ankauf von Immobilien ist eine bedeutende Investition. Einige Ergebnisse der Befragung: Der Glaube, dass der Wertzuwachs die Inflation ausgleicht, hat gegenüber dem Vorjahr zum Bespiel deutlich abgenommen. Im Jahr 2014 ging noch jeder Zweite (51 Prozent) von einem Inflationsausgleich durch einen Immobilienkauf aus. Heute rechnen nur noch rund 43 Prozent damit. 2014 glaubte jeder Elfte an eine hohe Wertsteigerung, heute ist es jeder neunte Kaufinteressent. Besonders jüngere Kaufinteressenten zwischen 18 und 29 Jahre können die Wertentwicklung der Immobilien nicht einschätzen (21 Prozent), sie sind allerdings am zuversichtlichsten im Vergleich zu den übrigen Altersgruppen. 13 Prozent rechnen mit einer deutlichen Wertsteigerung, jeder Sechste (17 Prozent) geht von Verlusten aus. Wer gewappnet sein will, sollte sich nicht allein auf allgemeine Annahmen stützen, sondern einen Fachmann hinzuziehen.

Haushalte werden immer kleiner
2015/08
Auch in Mindelheim und Memmingen werden die Haushalte immer kleiner. Im Jahr 2013 gab es in Deutschland 16,2 Millionen Haushalte, die ausschließlich von einer Person bewohnt wurden. Damit waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von allen 39,9 Millionen Haushalten rund 41 Prozent Einpersonenhaushalte. In 59 Prozent aller Haushalte lebten zwei oder mehr Personen zusammen. Das zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa. Wohnungen, in denen nur eine Person lebt, werden auch als Nebenwohnung genutzt, zum Beispiel wenn sich der Arbeitsort einer Person an einem anderen Ort befindet als der Familienwohnsitz. Im Jahr 2013 traf das auf 419.000 Einpersonenhaushalte zu, was einem Anteil von drei Prozent an allen Einpersonenhaushalten entspricht. Ganz überwiegend (97 Prozent) sind jedoch auch Einpersonenhaushalte ihrem Zweck nach Hauptwohnungen. Die geforderte Mobilität trägt zu diesem Trend bei. Immer mehr Menschen leben, studieren oder arbeiten vorübergehend in einer anderen Stadt, bzw. haben Arbeitsplätze an verschiedenen Standorten. In manchen Städten werden deshalb bereits verstärkt Apartmenthäuser geplant, deren Zuschnitt dieser Entwicklung entgegen kommt.

Nettovermögen geschrumpft - Immobilien teurer, aber nicht überall
Die Privathaushalte in Deutschland haben in den vergangenen zehn Jahren Vermögen eingebüßt. In Preisen von 2010 besaßen die Haushalte 2013 im Schnitt 117.000 Euro und damit 20.000 Euro oder 15 Prozent weniger als 2003. Die wichtigsten Faktoren beim Vermögensaufbau sind Erbschaften und Schenkungen, hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) herausgefunden. Dagegen spiegelt sich Sparsamkeit nur begrenzt in der Vermögensbilanz wider. Die Lebensversicherungen haben die Überschussbeteiligung den fallenden Kapitalmarktzinsen angepasst und in vielen Regionen Deutschlands haben sinkende Immobilienwerte die Vermögenssituation beeinflusst. Je nach Datenbasis haben die Immobilienvermögen im Schnitt 20 Prozent bzw. 14 Prozent (EVS und SOEP) an Wert verloren. Hintergrund: Die starken Preissteigerungen beim Wohneigentum gibt es erst seit 2011 und überdies nur in bestimmten Großstadtregionen wie München, Hamburg, Köln-Düsseldorf oder Berlin, während im Rest der Republik viele Eigenheime real weniger Wert habe. Insgesamt verlief die Entwicklung der Immobilienpreise je nach Region außerordentlich unterschiedlich. So stieg der Preis einer Eigentumswohnung in München seit 2010 um 50,9 Prozent auf jetzt durchschnittlich 5.160 Euro pro Quadratmeter, während er in Zeitz (Sachsen-Anhalt) nur 600 Euro pro Quadratmeter beträgt. Die höchsten Preissteigerungen waren in Bayern zu verzeichnen, die niedrigsten in Sachsen-Anhalt. Angesichts des knapp und teuer gewordenen Wohnungsangebots in den Metropolen ziehen jetzt die Umlandgemeinden in der Preisentwicklung nach.

Energieberatung lohnt sich auch für Denkmale
Hauseigentümer schrecken wegen mangelnden Informationen oft vor einer energetischen Sanierung zurück. Sie fragen sich, wie die zeitliche und organisatorische Umsetzung erfolgt und wie hoch die Kosten sind. Energieberater können Antworten geben. Diese unabhängigen Experten analysieren bei einer Gebäudeenergieberatung systematisch den Ist-Zustand des Hauses, schlagen einen Sanierungsfahrplan vor und zeigen Finanzierungsmöglichkeiten auf. Die Sanierungsmaßnahmen können dann Schritt für Schritt oder in einem Zug umgesetzt werden und an weitere Modernisierungsmaßnahmen kostengünstig gekoppelt werden, zum Beispiel wenn ohnehin eine neue Farbe für die Fassade nötig ist oder das Dach gedeckt werden muss. Die Beratung ist eine Bedingung für die Gewährung von zinsgünstigen KfW-Sanierungskrediten und wird jetzt vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stärker finanziell gefördert. Seit 1. März 2015 gibt es für eine sogenannte Vor-Ort-Beratung durch qualifizierte Gebäudeenergieberater in Ein- oder Zweifamilienhäusern bis zu 800 Euro Zuschuss, das sind 400 Euro mehr als vorher. Für Wohngebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten sind künftig 600 Euro mehr vorgesehen, insgesamt maximal 1.100 Euro. Der für Hausbesitzer zu zahlende Eigenanteil beläuft sich ungefähr auf denselben Betrag. Etwa fünf Prozent der bis 1978 errichteten Altbauten sind ganz oder teilweise denkmalgeschützt, viele haben erhaltenswerte Fassaden. Auch bei diesen Gebäuden lässt sich Energie sparen. Für die Beratung in diesem Bereich gibt es speziell geschulte Energieberater für Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz, Infos: www.energieberater-denkmal.de.

Warum Wohnen so teuer geworden ist
Den Diskussionen um das Für und Wider des Bestellerprinzips und der Mietpreisbremse fehlen oft fundierte Zahlen. Viele Meinungen widersprechen den Tatsachen: So halten 71 Prozent der Befragten einer forsa-Umfrage das Gewinnstreben der Vermieter für die Ursache der stark steigenden Mieten in gefragten Ballungsgebieten. Modernisierungen und energetische Sanierungen sind für 70 Prozent die Hauptursache, Bürokratie und Vorschriften landen mit 47 Prozent auf dem dritten Platz. Nur 17 Prozent meinen, dass die Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft unter den Mietern in gefragten Wohnlagen gestiegen ist.Gleichzeitig sehen 62 Prozent der Befragten den Anstieg der Mietnebenkosten als Haupt-Kostentreiber. 25 Prozent halten die Entwicklung der Netto-Kaltmieten für ausschlaggebend, was im Widerspruch zur ersten Antwort steht. Die Fakten belegen indes: Die Nebenkosten sind in ganz Deutschland seit 2010 laut Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln im Schnitt um 14,3 Prozent gestiegen, während die Mieten in den 50 größten Städten im gleichen Zeitraum lediglich um 7,2 Prozent zugelegt haben. Laut Umfrage vermuten 55 Prozent der Befragten, dass die Mieten infolge der Mietpreisbremse nur noch moderat steigen werden. 32 Prozent rechnen mit einem weiterhin starken Anstieg, 7 Prozent sind der Meinung, dass die Mieten nicht mehr steigen werden. Fachleute gehen davon aus, dass nur gezielt verstärkter Neubau für ein ausreichendes Angebot und damit für bezahlbaren Wohnraum sorgen kann. In den Ballungsgebieten weichen Familien an den Stadtrand aus, wo Kaufen inzwischen aufgrund der niedrigen Zinsen vielerorts günstiger ist als Mieten.

Kaufendscheidend: Die Länge des Weges zur Arbeit
Die Fahrt von einer halben Stunde zur Arbeit summiert sich mit Hin- und Rückweg auf zehn Stunden in der Woche. Das ist mehr als ein ganzer Arbeitstag, den Pendler im Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln verbringen. Jeder zweite Kapitalanleger (53 Prozent) schätzt deshalb laut einer Umfrage von ImmobilienScout24 und Interhyp eine möglichst zentrale Immobilie in der Stadt.Für knapp 30 Prozent zukünftiger Hausbesitzer ist der Fahrweg zur Arbeit besonders wichtig. Für rund 60 Prozent darf die tägliche Anfahrt nicht länger als 30 Minuten in Anspruch nehmen. Jeder Vierte (25 Prozent) wünscht sich eine Anfahrt von maximal 20 Minuten. Einen Arbeitsweg von 40 Minuten nimmt nur jeder sechste Umfrageteilnehmer (17 Prozent) auf sich. Wer einen längeren Arbeitsweg akzeptiert, hat oft andere Beweggründe: Etwa ein Drittel (31 Prozent) legt Wert auf die Nähe zur Natur und auf ein Eigenheim im Grünen. Jeder Vierte (24 Prozent) nannte als ausschlaggebendes Kriterium, dass die Immobilie alle Wunsch-Ausstattungsmerkmale besitzt. Knapp 21 Prozent gaben an, aufgrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses einen längeren Anfahrtsweg in hinzunehmen. Wer den Haus- oder Wohnungserwerb zur Eigennutzung erwägt, zieht das Umland besonders vor. 54 Prozent der Selbstnutzer wünschen sich ihr Wohneigentum in Stadtnähe. Nur für jeden zehnten Interessenten (11 Prozent) kommt ein Objekt auf dem Land in Frage.

Zinsen für Baufinanzierungen auf konstantem Niedrigkurs
„Der Sommer könnte im Anschluss an die Entscheidung der EZB ruhig verlaufen, möglicherweise erhalten die hiesigen Baugeldzinsen aber bereits in wenigen Monaten neue Impulse von der US-Notenbank“, so lautet die Einschätzung von Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG. .News, Robert Kopp, Kopp Immobilien, Kopp Gutachten, wertentwicklung ImmobilieIn der Zwischenzeit bleibe Bauherrn und Wohnungskäufern genug Zeit, um von den nach wie vor sehr günstigen Zinsen für Baufinanzierungen zu profitieren und den Traum von der eigenen Immobilie zu verwirklichen. Der Bestzins für 10-jährige Hypothekendarlehen verharrt seit Mitte Juni stabil bei 1,6 Prozent. Kurzfristig sei davon auszugehen, dass die Zinsen nur leicht schwanken werden. Auf lange Sicht sei allerdings damit zu rechnen, dass die Baufinanzierungszinsen wieder deutlich ansteigen. Immobilieninteressenten müssen indes mit weiter steigenden Prein rechnen, wenn auch unterschiedlich stark. Die Hamburger Hauspreise stiegen beispielsweise im zweiten Quartal 2015 um 1,25 Prozent, die Wohnungspreise um 2,34 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. In Berlin werden Häuser um 2,70 Prozent, Eigentumswohnungen um 3,26 Prozent teurer. In und um Dresden legen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 1,71 Prozent, für Wohnungen um 0,57 Prozent zu. Dennoch sollten Kaufentscheidungen sorgfältig und nicht übereilt getroffen werden. Selbstnutzer sollten den Anteil der Wohnkosten einschließlich aller Neben- und Instandhaltungskosten vom verfügbaren Haushaltseinkommen nicht zu hoch ansetzen. In Deutschland beträgt er derzeit durchschnittlich rund 30 Prozent.

Mietpreisbremse
Die politischen Regelungen zur Mietpreisbremse können noch in der ersten Jahreshälfte 2015 in Kraft treten. Aber die Mietrechtsänderung gilt nicht automatisch für das gesamte Bundesgebiet. Die Bundesländer werden ermächtigt, Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt auszuweisen. News, Robert Kopp, Kopp Immobilien, Kopp Gutachten, wertentwicklung ImmobilieDort darf der Mietpreis dann bei Neuvermietungen künftig höchstens zehn Prozent über dem Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Nach maximal fünf Jahren muss neu entschieden werden. Allerdings gibt es nicht überall Mietspiegel, die die ortsübliche Vergleichsmiete ausweisen. Außerdem gibt es viele Ausnahmen. Vermieter von Neubauten und von umfassend modernisiertem Wohnraum können die Miethöhe frei festlegen. Das Immobilienportal Immowelt.de geht davon aus, dass für die Einführung der Mietpreisbremse vor allem Universitätsstädte in Frage kommen, zum Beispiel Tübingen, wo die Mieten innerhalb von vier Jahren um 33 Prozent stiegen und Karlsruhe, Erlangen und Heidelberg, wo im selben Zeitraum Anstiege von bis zu 25 Prozent zu verzeichnen waren. Ebenfalls zu den Kandidaten für eine Einführung der Mietpreisbremse zählen Heidelberg (12,70 Euro pro Quadratmeter; +17 Prozent), Göttingen (10,20 Euro, +15 Prozent), Münster (10,60 Euro; +14 Prozent) und Freiburg (12,30 Euro; +13 Prozent). Nach Ansicht der RICS Deutschland, Royal Institution of Chartered Surveyors, birgt die Mietpreisbremse erhebliche Risiken. Die Bundesregierung überlasse „die Verantwortung für die konkrete Ausgestaltung der Neuvertragsmietenregelung weitgehend den Ländern und Kommunen.“ Wie dies praktisch umgesetzt werden soll, ist nicht geregelt, so dass mit Rechtstreitigkeiten zu rechnen sei. Auch der Deutsche Mieterbund meldet Kritik an: „Die Mietpreisbremse ist zwar kein zahnloser Tiger, aber auch kein sehr wilder“, denn Sie gelte nur für neue Mietverträge.