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Werden Sie Teil unseres innovativen Teams!
2017/08
Ihre Chance zum 01.09.2018

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Wir bilden Sie aus zur/zum Immobilienkauffrau/–mann.

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Kopp Immobilien – Teckstraße 24 – 87719 Mindelheim
Telefon: 08261/4395 - Mail: info@koppimmo.de

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(Keine) Kompromisse beim Immobilienkauf
2017/07
Der Immobilienkauf will gut überlegt sein. Das gilt besonders in der derzeitigen Hochpreisphase. Für die Umsetzung der eigenen Vorgaben stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Wer in den Bereichen Baujahr, Größe, Ausstattung, Lage, Preis und Immobilienart – zum Beispiel Ein- oder Zweifamilienhaus, Reihenhaus oder Eigentumswohnung – flexibel ist, kommt schneller zum Ziel.

Einige der genannten Faktoren haben jedoch eine größere Bedeutung als andere. Die Ausstattung eines Hauses lässt sich auch Jahre später noch verbessern, die Lage ist dagegen ein unveränderliches Kriterium. Daher wiegt die Entscheidung für oder gegen einen Standort während der Immobiliensuche schwerer als alle anderen Komponenten.

Weil Immobilien in Mindelheim und Memmingen in den vergangenen fünf Jahren stark im Preis gestiegen sind, entscheiden sich wieder mehr Immobilienkäufer für preiswertere Lagen. Dabei müssen sie jedoch höhere Mobilitätskosten einkalkulieren.

Auch das Baujahr ist ein unveränderliches Merkmal, das den Wert und somit den Preis beeinflusst, jedoch nur im Zusammenhang mit dem Zustand einer Immobilie, der durch Renovierung oder Sanierung jederzeit maßgeblich verbessert werden kann.

Das Baujahr ist daher ein teils zu vernachlässigendes Merkmal bei der Immobiliensuche. Entscheidender ist die Größe. Dabei kommt es vor allem darauf an, wie viele Personen das künftige Domizil bewohnen werden. Für jede Person sollte mindestens ein Zimmer vorhanden sein, lautet die gängige Formel. Doch auch hier sind Kompromisse möglich. So kann überlegt werden, ob ein großes Zimmer möglicherweise teilbar wäre, ob es Ausbaureserven gibt oder ob ein Anbau realisierbar ist.

Auch andersherum lässt sich prima planen: Ein zu großes Haus eignet sich möglicherweise durch Aufteilung zur Vermietung oder zur Aufnahme von Familienmitgliedern, die auch bei der Finanzierung helfen können.

Viele Vorteile und gute Finanzierbarkeit bei Immobilienerwerb im Alter
2017/07
Kreditinstitute müssen die finanzielle und wirtschaftliche Lage des Kunden bei der Vergabe von Immobilien-Darlehen eingehend prüfen.
Anfang 2016 hatte die Bundesregierung mit der sogenannten Wohnimmobilienkreditrichtlinie eine strengere Prüfung der Kreditwürdigkeit eingeführt. Nach Protesten von Verbänden und Banken wurden die Regelungen zur Vergabe von Darlehen präzisiert.

Künftig kann beispielsweise eine Wertsteigerung durch Baumaßnahmen oder Renovierung einer Wohnimmobilie wieder berücksichtigt werden. Damit sollen Hürden bei der Kreditvergabe an Senioren verhindert werden. Die Mehrzahl Senioren verfügt heute jedoch über Vermögen und kann einen wesentlichen Anteil des Kaufpreises einer Immobilie oder auch die volle Summe aus Eigenmitteln aufbringen. Oft stammt das Geld aus dem Verkauf einer anderen Immobilie, aus Einmalzahlungen von Lebensversicherungen oder erspartem Vermögen.

Bequemlichkeit, Barrierefreiheit, kulturelle Angebote in der Umgebung, gute Einkaufmöglichkeiten und eine insgesamt ansprechende Infrastruktur mit Ärzten und weiteren Versorgungseinrichtungen werden dann zunehmend wichtig. Sich im Alter noch einmal neu auszurichten, braucht Zeit. Je früher man sich also entscheidet, desto eher wirken sich die Vorzüge eines bequemen Domizils aus, desto besser klappt die Eingewöhnung an die neue Umgebung und desto größer ist der Zuwachs an Lebensqualität.

Die Spezialisten bei Kopp Immobilien sind darauf eingestellt, in jedem Einzelfall in Abstimmung mit dem Kunden individuelle Lösungen zu erarbeiten.

Bauen und umbauen für die Zukunft – ohne Barriere
2017/07
Bereits im Jahr 2030 werden laut statischem Bundesamt rund 28 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein, 2060 sind es schon rund 33 Prozent. Die Ansprüche älterer Menschen an die Wohnsituation sind grundsätzlich anders als die jüngerer.

Ein Großteil des heutigen Wohnungsbestandes ist darauf nicht eingerichtet. Die Bundesregierung fördert daher über die Programme „Altersgerecht Umbauen – Kredit“ und „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss“ Barriere reduzierende Maßnahmen in bestehenden Wohngebäuden. Sie sind jeweils einzeln durchführbar oder frei kombinierbar. Erreicht werden soll der Standard „Altersgerechtes Haus“. Ein angenehmes und barrierearmes Wohnumfeld ist komfortabel für Menschen jeden Alters, ob sie nun jung oder alt, sportlich oder in der Bewegung eingeschränkt, groß oder klein sind. Kleine Kinder oder auch ältere Menschen bewegen sich freier und sicherer im und am Haus ohne Schwellen oder andere Barrieren.

Die meisten Menschen möchten auch in höherem Alter in ihrer vertrauten Wohnumgebung bleiben. Die Realität entspricht diesem Wunsch nicht:
Bis zu zwei Millionen Wohnungen sind nicht oder nur unzureichend barrierearm, dabei führen oft schon kleine Verbesserungen dazu, die Lebensqualität erheblich zu verbessern. Eine bodengleiche Dusche ist zum Beispiel für ältere Menschen bequemer als eine Badewanne, der barrierefreie Zugang zu einem neuen Balkon ermöglicht es bewegungseingeschränkten Menschen, die Sonne zu genießen, ein breiterer Hauseingang ohne Schwelle zum Gehweg ist sowohl für Eltern mit Kinderwagen als auch für Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, leichter zu bewältigen.

Verstärken Sie unser Team
2017/06
Als erfolgreiches Unternehmen im Unterallgäu sind wir auf der Suche nach motivierten Mitgliedern für unser Team. Egal ob Sie Neueinsteiger sind, Sie erhalten eine kostenlose Ausbildung.

Ihr Profil:
- Sie sind motiviert und leistungsorientiert
- Können gut mit Menschen umgehen
- Egal ob Neueinsteiger oder erfahren im Bereich Immobilien
- Sie sind zwischen 18 und 65 Jahren

Unser Angebot:
- Ein erfolgreiches Konzept
- Familiäre Atmosphäre
- Regelmäßige Gespräche zur individuellen Förderung

Interesse?

Sollten Sie an einem abwechslungsreichen Job interessiert sein, dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

Recht: Käufer muss Nutzung des Weges dulden
2017/06
In der Praxis kommt es häufig vor, dass sich Grundstücksnachbarn untereinander Wegerechte einräumen.
Soll das Wegerecht auch nach dem Verkauf eines Grundstücks Bestand haben, kommt es darauf an, wie es abgesichert ist.
Denn der Rechtsnachfolger ist grundsätzlich nur dann verpflichtet, eine Benutzung eines Weges auf seinem Grundstück zu dulden, wenn dies gesetzlich oder vertraglich bestimmt ist.

Im Normalfall ist das Wegerecht als Geh- und Fahrtrecht ausgestaltet. Es dient dem Inhaber des Rechts dazu, über das Nachbargrundstück sein eigenes Grundstücks zu erreichen, wenn er ansonsten über die öffentliche Straßen keinen Zugang hätte. Zivilrechtlich können die Nachbarn einfach einen Vertrag miteinander schließen, der die Einzelheiten regelt, oder sie können eine Grunddienstbarkeit ins Grundbuch eintragen lassen.
In einem aktuellen Fall hatten die Grundstücksnachbarn ein Wegerecht gegen ein Entgelt vereinbart, dessen rechtliche Wirkung sich auf die beiden Vertragspartner beschränkt. Als das mit dem Wegerecht belastete Grundstück verkauft wurde, bemängelte der Käufer, dass er dem Wegerecht nicht zugestimmt habe und die Vereinbarung für ihn nicht bindend sei.

Der Kaufvertrag war in diesem Punkt unvollständig. Das Oberlandesgericht entschied jedoch: Ist dem Käufer bewusst, dass auf dem von ihm erworbenen Grundstück ein Weg verläuft, der vom Nachbarn als Zugang und Zufahrt genutzt wird und für die Nutzung des Weges eine regelmäßige Vergütung gezahlt wurde, so kann er sich als redliche Vertragspartei nicht darauf berufen, dem Eintritt in die Wegerechtsvereinbarung nicht zugestimmt zu haben (OLG Karlsruhe, 28.07.2016, 9 U 24/15).

Niedrige Zinsen allein kein Grund für den Immobilienkauf
2017/06
Die niedrigen Zinsen erleichtern den Immobilienkauf. Bei der Entscheidung für den Kauf einer Immobilie spielen sie aber keine herausragende Rolle.
Nur fünf Prozent der Deutschen, die im Begriff sind, sich eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, tun das allein wegen der aktuellen Niedrigzinsphase, das belegt eine repräsentative Studie von immowelt.de.

Ein Grund dafür ist sicherlich auch die Tatsache, dass die Preise für Immobilien inzwischen in vielen Städten stark gestiegen sind und häufig den Vorteil der günstigen Darlehen verpuffen lassen.
Andere Gründe bei der Entscheidung zum Immobilienkauf spielen eine größere Rolle:

43 Prozent wollen Miete sparen,
28 Prozent fürs Alter vorsorgen und
14 Prozent ihr Zuhause frei gestalten.

Unter den 1.000 Befragten der Studie entschieden sich einige auch gegen den Kauf und wollen weiterhin Mieter bleiben:

42 Prozent gaben an, sich keine Immobilie leisten zu können,
19 Prozent wussten bereits, dass sie nur eine begrenzte Zeit an einem Ort wohnen werden, z.B. während der Ausbildung oder wegen einer befristete Arbeitsstelle,
18 Prozent wollen sich nicht hoch verschulden,
13 Prozent lehnen die Verantwortung für Reparaturen und Instandsetzung ab und
8 Prozent befürchten, sich dann nicht mehr so viele Reisen oder kein neues Auto mehr leisten zu können.

Deutschland wird also trotz Immobilienboom und besten Finanzierungsbedingungen noch eine Weile ein Mieterland bleiben und damit bei der Eigentumsquote vor der Schweiz das Schlusslicht Europas bilden.

Das vernetzte Haus kommuniziert mit dem Internet der Dinge
2017/05
Der Begriff „Internet der Dinge“ (Internet of Thing: IoT) steht für den Trend, dass der Computer durch smarte Geräte ersetzt wird. Per App lassen sich der Wasserkocher in der Küche, das Fitness-Armband oder vernetzte Fahrzeuge steuern.

Immer mehr smarte Geräte mit eingebetteten Prozessoren, Sensoren und Netzwerktechnik übernehmen Aufgaben der Steuerung und Überwachung in der häuslichen und privaten Umgebung. Wie privat dabei die Daten tatsächlich bleiben, fragen sich viele Nutzer.

Die neue Technologie wirkt sich direkt auf den Menschen aus – sei es in Verkehrssystemen, in der Logistik, im Gesundheitswesen, im vernetzten Haus oder in der Smart City. Dr. Vaskar Raychoudhury, der auf Einladung von Prof. Dr. Christian Becker am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik tätig ist, erforscht den Zusammenhang zwischen IoT und Big Data.

Da bei der Nutzung von smarten Geräten die Menge an persönlichen Informationen neuerdings förmlich explodiert, müssen neue Methoden entwickelt werden, um Big Data-Domänen zu verwalten, erläutert Raychoudhury. Sein besonderes Interesse gilt dabei dem Gesundheitssektor.

Die Zukunft hat in diesem Bereich erst begonnen. Ob Neugier oder Skepsis überwiegen, ist noch unentschieden. Diese Technologie regt die Fantasie auf jeden Fall in besonderem Maße an.
Es bleibt spannend.

Landlust oder Landfrust im Unterallgäu?
2017/04
Zwischen Land und Stadt verändert sich etwas: Zum ersten Mal seit der Jahrtausendwende zogen im Jahr 2014 mehr Inländer aus den Großstädten weg als hinzukamen. So lautet das Ergebnis des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), das Zahlen für die 66 kreisfreien Großstädte in Deutschland ausgewertet hat. Besonders für 30- bis 50-Jährige verlieren die Großstädte ihre bisherige Anziehungskraft.

Im Jahr 2014 kamen in dieser Altersgruppe auf 40 Zuzüge 49 Fortzüge pro 1.000 Einwohner. Vor allem Familien verlassen die Großstadt. Diesen Trend gab es zwar auch schon vorher, aber nicht so ausgeprägt. Familiär ungebundene Erwachsene finden Großstädte hingegen nach wie vor attraktiv. Ähnlich sieht es bei den 18- bis unter 30-Jährigen aus: Im Durchschnitt kommen in dieser Altersgruppe auf 102 Fortzüge aus der Großstadt 127 Zuzüge je 1.000 Einwohner. Ziel der Fortzüge sind oft die Vorstädte, denn vom Leben auf dem Lande hat so ziemlich jeder eigene Vorstellungen.Dass die ländlichen Räume in Deutschland äußerst vielgestaltig sind, belegt jetzt der vom Thünen-Institut online gestellte Landatlas, der ländliche Regionen unter die Lupe nimmt (www.landatlas.de).

Rund 60 Indikatoren werden dort kleinräumig aufbereitet, vor allem zur sozialen, demographischen und wirtschaftlichen Situation, zum Wohnen, zur Versorgungslage und zur Erreichbarkeit verschiedener Einrichtungen. Gleichzeitig diskutieren Experten die Perspektiven schrumpfender Regionen.
Zahlreiche Landkreise in dünn besiedelten Gebieten verloren zwischen 2000 bis 2015 bis zu ein Fünftel ihrer Einwohner. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.

Wichtigste Aussage: Regionen abseits der Ballungsräume werden auch in Zukunft weiter an Bevölkerung verlieren. Fazit fürs Unterallgäu: Mindelheim und der Landkreis Unterallgäu sollten zukünftig auch davon profitieren.

Immobilienblase – oder der Beginn einer neuen Marktphase im Unterallgäu?
2017/03
Das Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen hat für einen Knall und jede Menge Aufregung gesorgt. Tatsächlich gab der Europäische Ausschuss für Systemrisiken Ende vergangenen Jahres Entwarnung. Risiken für eine Blasenbildung gäbe es zwar in vielen Ländern Europas – nicht aber in Deutschland.Auch der empirica-Blasenindex weist keine spektakulären Veränderungen auf. Dennoch haben jetzt die Immobilinenweisen eine deutliche Warnung ausgegeben. Kurz gefasst lauten die Aussagen so: Die deutsche Immobilienwirtschaft wird „im kommenden Jahr ihre starke Wachstumsphase voraussichtlich weiter fortsetzen“. Dazu trägt die weiterhin starke Nachfrage ebenso bei, wie die Niedrigzinsphase. Die hohe Nachfrage verteilt sich nicht gleichmäßig auf ganz Deutschland. Bundesweit lagen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im ersten bis dritten Quartal dieses Jahres 48 Prozent über dem Vergleichswert von 2010.Seit fünf Jahren steigen die Immobilienpreise schneller als die Mieten. Aufhorchen lässt diese Beurteilung: In einigen Teilbereichen und auf regionalen Märkten haben sich deutliche Preisübertreibungen gebildet. In Düsseldorf liegen die Preise laut Frühjahrsgutachten um 36 Prozent über dem fundamental gerechtfertigten Niveau, in Frankfurt und Hamburg um gut 40 Prozent, in Köln, Berlin und Stuttgart um die 50 Prozent in München um 75 Prozent und auch in #Mindelheim liegen sie wohl deutlich darüber.Die Flucht in die Sachwerte war immer Ausdruck einer unsicheren Wirtschaftslage, die in der Bundesrepublik derzeit aber nicht erkennbar ist. Statt dessen ist zu viel Geld im System. Immobilienanleger sollten jetzt besonders in den Metropolen abwägen, zu welchem Preis sie gefühlte Sicherheit kaufen wollen.Wer einen langen Atem hat, kann höhere Preise besser akzeptieren als Käufer, deren Finanzierung nur in der Niedrigzinsphase funktioniert und die nur über wenig Eigenkapital verfügen.

In der kalten Jahreszeit eine neue Heizung planen
2017/02
Wie teuer das Heizen im Winter tatsächlich ist, hängt unter anderem vom Wetter ab. 2015 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 4,7 Prozent mehr Terawattstunden (TWh) Wärme zur Verfügung gestellt als im Vorjahr. Der Anstieg ging im Wesentlichen auf die etwas kühlere Witterung zurück.Verbraucher können die Heizkosten aber auch selbst beeinflussen. Laut Stiftung Warentest lohnt es sich, eine alte Heizanlage zu ersetzen oder sie zu modernisieren. Dafür gibt es Fördergeld vom Staat. Wer sich für eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien entscheidet oder sich eine Wärmepumpe für die Erdwärmeheizung kauft, kann einige tausend Euro Zuschuss bekommen.Auch der Tausch einer alten Anlage gegen eine neue Gas-Brennwert- oder Öl-Brennwertheizung wird gefördert. Der Einbau effizienter Pumpen und die Optimierung der alten Heizungsanlage wird mit 30 Prozent der Kosten unterstützt. Für 2017 ist dafür ein Fördervolumen von 347 Mio. Euro vorgesehen, für die Jahre 2018 bis 2020 stehen jeweils 470 Mio. Euro bereit.Am sichersten ist es, wenn Immobilieneigentümer sich zunächst Expertenrat einholen und danach entscheiden, ob sie auf erneuerbare oder fossile Brennstoffe umsteigen wollen. Anschließend werden die Förderanträge bei Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) oder bei der staatlichen Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gestellt. Übrigens: Die Förderung kann mit einem Kredit kombiniert werden, was unter Umständen sogar noch Geld einbringt. Mehr Infos unter www.test.deunter dem Stichwort „Heizung modernisieren“.

Wohneigentümer stehen sich auf lange Sicht erheblich besser als Mieter
2017/01
Um durchschnittlich 41 Prozent ist der Erwerb von Wohneigentum günstiger als Mieten. Zu dieser Aussage kommt ein Gutachten des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Accentro AG. Die Analyse von Mieten und Wohnnutzerkosten in 402 Kreisen zeigt die Entwicklung der Immobilienmärkte in Deutschland auf. Danach waren die vergangenen Jahren durch teilweise deutliche Preisdynamiken geprägt. Einer moderaten Ausweitung des Angebots stand eine teils deutlich steigende Nachfrage gegenüber – besonders in den deutschen Groß- und Universitätsstädten. Das zunehmende Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage verursachte eine Steigerung von Miet- und Kaufpreisen. Die Abkopplung der Preise von fundamentalen Faktoren des Immobilienmarktes könne zu einer Überhitzung führen, besonders, wenn allzu optimistische Hoffnungen auf der zukünftigen Preisentwicklung ruhen. Preiskorrekturen wären die schmerzhafte Folge. Entscheidend für die Motivation von Immobilienkäufern ist das Ergebnis der Analyse: Der Vorteil von Wohneigentum gegenüber Miete reicht in den deutschen Metropolen von 34 Prozent in München bis zu 47 Prozent in Hamburg. Insgesamt schwankt der Vorteil in den untersuchten Kreisen zwischen 13 und 67 Prozent. Sogar bei deutlich höheren Zinsen wäre das Wohnen im Eigentum in der überwiegenden Mehrheit der Kreise immer noch vorteilhafter. Dieser Umstand deutet nach Ansicht des Instituts darauf hin, dass die Kaufpreise zukünftig noch weiter steigen könnten.

Alt werden im eigenen Viertel
2016/07
Demografie ist für niemanden mehr ein Fremdwort. Doch die Auswirkung der schrumpfenden Bevölkerung in Städten mittlerer Größe mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern einerseits und das Wachstum in deutschen Großstädten anderseits werden immer sichtbarer. Bereits 2030, also bereits in 15 Jahren, wird fast ein Drittel aller Deutschen älter als 65 Jahre sein. Der Anteil der 20- bis 64-Jährigen wird dann 43,6 Millionen oder 55 Prozent betragen, der Anteil der unter 20-Jährigen 13,8 Millionen oder 17 Prozent. Und die Zahlen spitzen sich mit jedem Jahrzehnt weiter zu. Wer älter wird, ist häufig auf Hilfe angewiesen: Hilfe bei den Arbeiten im Haushalt, Hilfe bei Fahrten zu Ärzten oder Freunden, Hilfe beim Einkaufen. Gerade, wenn ältere Menschen in ländlichen Regionen zu Hause sind, ist Selbstständigkeit wichtig, schließlich gibt es auf dem Dorf nicht immer alles in direkter Nähe. Wie kann neue Technik im Alltag helfen, dass Menschen möglichst lange selbstständig leben können – und das zu Hause, in ihrem eigenen Viertel? Wie kann garantiert werden, dass die Technik sich an die Menschen anpasst und nicht umgekehrt? Und welche Chancen bieten technische Alltagsbegleiter für Unternehmen, Kommunen, Wohlfahrtsverbände und Sozialversicherungen? Diesen Fragen widmet sich ein dreijähriges Forschungskolleg der Universität Siegen (FoKoS). „Die bisherigen Lösungen berücksichtigen zu wenig, wie sich ältere Menschen verhalten“, sagt Koordinator Prof. Grzegorzek. Die Technik sei außerdem meist an die Wohnung gebunden und zu wenig vernetzt. Eine interaktive Grafik verdeutlich die Entwicklung der Bevölkerung von 1950 bis 2060: www.destatis.de/bevoelkerungspyramide

Immobilienmarkt: Schwankungen sind natürlich
2016/05
Der Immobilienmarkt bewegt sich in Zyklen, die in der Regel durch Entwicklungen von außen verursacht werden. Aber externe und interne Wirkungen beeinflussen sich auch gegenseitig – zum Beispiel wenn sich Angebot und Nachfrage, Finanzierungsbedingungen, politische oder rechtliche Vorgaben ändern. Immobiliengeschäfte durchdringen verschiedene Wirtschaftssektoren. Der Finanzsektor spielt eine entscheidende Rolle, denn Transaktionen im Immobilienbereich erfordern langfristige und nur unter Kostenaufwand rückgängig zu machende finanzielle Verpflichtungen. Die Kostensituation bei Wohn-immobilien hat wiederum einen starken Einfluss auf das Vermögen der privaten Haushalte und damit auf den privaten Konsum und die Beschäftigung. In Kooperation mit dem Weltwirtschaftsforum (WEF) hat JLL die Studie “Emerging Horizons on Real Estate – An Industry Initiative on Asset Price Dynamics” vorgelegt. Die Studie belegt, dass Marktzyklen ein Grundprinzip des Immobilienmarktes sind. Dabei sind die Zyklen der Nachfrage nach Büro-, Einzelhandels- und Logistik-Flächen kurzlebiger, während zum Beispiel die Auswirkung der Bautätigkeit sich in Jahren oder Jahrzehnten bemisst. Wegen dieser Divergenz können sich Entwicklungen aufschaukeln und zu einen Immobilienboom führen, wie derzeit in den deutschen Metropolregionen. „Unsere Analyse zeigt, dass der Immobiliensektor im letzten Jahrhundert an den meisten Finanzmarktzyklen beteiligt war, diese aber nicht verursacht hat”, betont Colin Dyer, CEO bei JLL“. 

Energieausweise mit Zufallsergebnissen
2016/04
Energieberatung und Energieausweise sind noch längst keine Selbstverständlichkeit im Alltag. Der in Energieausweisen angegebene Energieeffizienzwert für Wohn-gebäude unterliegt wesentlich dem Zufall bzw. hängt vom jeweils beauftragten Energieberater ab, berichtet der Hauseigentümerverband Haus & Grund Deutschland.
Dieser Aussage liegt ein umfangreicher Test zu Grunde: Darin wurden Verbrauchs- und Bedarfsausweise für ein Mehr- und ein Zweifamilienhaus von insgesamt zehn verschiedenen Energieberatern aus der Expertenliste der dena sowie über ein Onlineportal erstellt. Die ermittelten Energiekennwerte differierten um bis zu 46 Prozent. Die Verbesserung der Qualifizierung der Energieberater sei aber nicht der richtige Lösungsansatz, ist sich der Verband sicher, vielmehr seien die Probleme bei den Energieausweisen systembedingt. Zum Beispiel bereite die für Berechnung wesentliche Gebäudenutzfläche in der Praxis erhebliche Probleme. Dies führe dazu, dass der ermittelte Energiebedarf oder -verbrauch einmal auf kleine, einmal auf große Flächen bezogen werde – bei ein und demselben Haus, von unterschiedlichen Beratern. Der Verband schlägt vor, die Bedeutung von Energieausweisen für den Wohnimmobilienmarkt einzuschränken. Die Angabe des Energiekennwert aus dem Energieausweis in Vermietungs-anzeigen sei sinnlos, denn Mieter oder Käufer könnten aus dieser Angabe keinerlei Rückschlüsse auf die Heizkosten ziehen. Überdies müsse, wer diese Vorgabe missachtet, mit einem Buß-geld von bis zu 15.000 Euro rechnen. Der Verband fordert statt dessen bessere individuelle Energieberatung.

Bauen in Deutschland: solide aber teuer
2016/03
Um dem jetzigen und zukünftigen Bedarf an Wohnungen in Deutschland gerecht zu werden, müssen jährlich 250.000 bis 300.000 Wohnungen gebaut werden, davon etwa zwei Drittel in Wachstumsregionen. Doch die hohen Kosten dämpfen die Neubautätigkeit. Eine Untersuchung der wichtigsten Einflussfaktoren auf die Kostenentwicklung kommt zu einem alarmierenden Ergebnis. Danach „wird es unausweichlich sein, maßgebliche Kostentreiber zu begrenzen und die Rahmenbedingungen für das Bauen im Allgemeinen zu verbessern“. Die Studie der ARGE eV, Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V., listet die Kostentreiber auf, zum Beispiel Vorgaben zur Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Standsicherheit, Brand- und Schallschutz sowie Schnee-, Sturm- und Erdbebensicherheit, hohe Baulandpreise, hohe Steuer- und Gebührensätze und kommunale Vorgaben. Ordnungsrechtliche Vorgaben, kommunale Auflagen, Gebühren sowie Änderungen im Steuerrecht verursachen über 24.000 Euro Mehrkosten je Neubauwohnung seit dem Jahr 2000. Der Bau eines neuen Standard-Einfamilienhauses ist in Deutschland nicht unter 200.000 Euro möglich. Hinzu kommen Grundstücks- und Nebenkosten. Je nach Lage müssen Bauherrn in Deutschland insgesamt Beträge zwischen 230.000 und 650.000 Euro aufbringen. Das ist anderenorts günstiger: In den Vereinigten Staaten betragen die Herstellungskosten rund 110.000 Euro, in den Niederlanden 150.000 Euro.
Was ändert sich 2016?
2016/01
Alte Heizungen: Ab 2016 gibt es ein Effizienz-Label mit den Energieeffizienzklassen. Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger ist verpflichtet, das Etikett im Rahmen der Feuerstättenschau auf den Heizkessel zu kleben. Für Verbraucher entstehen keine Kosten. Im ersten Jahr erhalten Heizungen das Label, die älter als 29 Jahre sind. Nach und nach bekommen alle Kessel ein Etikett, die älter als 15 Jahre sind.



Neue Lüftungsanlagen in Wohnungen erhalten ab 1. Januar 2016 ein Energieeffizienz-Label mit den Klassen A+ bis G, ausgenommen sind Abluftgeräte mit weniger als 30 Watt Leistung. Dunstabzugshauben müssen in Zukunft weniger Strom verbrauchen. Neue Geräte weisen dann nur noch die Klassen A+ bis F auf.



Bei Wohnhaus-Neubauten sind 2016 strengere Energiespar-Vorgaben einzuhalten. Für Heizung und Warmwasser dürfen dann nur noch drei Viertel der Energiemenge benötigt werden, die bislang zulässig ist. Eine weitere Verschärfung betrifft den Wärmeschutz von Wänden und Dächern, der um 20 Prozent besser sein soll als bisher. Für bestehende Häuser gelten die Änderungen bei den Neubauten nicht.



Das Bauvertragsrecht soll reformiert werden und mehr Transparenz und Rechtssicherheit für Käufer und Bauherrn schaffen. Unter anderem soll gesetzlich geregelt werden, welche Bauunterlagen vor Beginn der Verhandlungen vorgelegt werden müssen.



Förderkredite: Ab 1. April 2016 können Bauherren für energieeffiziente Neubauten doppelt so hohe Förderkredite bei der KfW aufnehmen wie bisher: Statt bei 50.000 Euro liegt die Obergrenze dann bei 100.000 Euro pro Wohneinheit.



Vermieterbescheinigung wird Pflicht: Wer eine Immobilie neu vermietet, muss bereits seit dem 1 November 2015 eine Vermieterbescheinigung ausstellen. Bei Versäumnis droht ein Bußgeld.



Die Mietpreisbremse ist in neun Bundesländern beschlossen. Brandenburg zieht ab 1. Januar 2016 in 31 Kommunen nach, Thüringen ab Jahresbeginn. In Niedersachsen soll die Mietpreisbremse ebenfalls eingeführt werden.



Bei der Mieterhöhung nach Modernisierung soll eine Kappungsgrenze eingeführt werden. Die Miete soll in einem Zeitraum von acht Jahren um nicht mehr als 50 Prozent, maximal um vier Euro pro Quadratmeter, steigen können. Bei der Berechnung soll die tatsächliche Wohnungsgröße maßgeblich sein und nicht die Quadratmeterzahl, die im Mietvertrag steht.



Kontonummer und Bankleitzahl (BLZ) werden endgültig von der IBAN abgelöst.



Finanzierung: Wer ein Darlehen aufnimmt, soll zukünftig besser vor Pfändungen und Zwangsvollstreckungen geschützt werden. Kann eine Bank nach Abschluss des Kredits nicht nachweisen, dass die finanzielle und wirtschaftliche Lage des Kunden eingehend überprüft wurde, kann der Kunde seinen Kreditvertrag jederzeit kündigen. Die Vorfälligkeitsentschädigung entfällt, und für den Kredit darf bis zum Zeitpunkt der Kündigung nur der übliche Marktzins berechnet werden.



Fernsehen: Wer per Antenne fernsieht, kann sich im neuen Jahr über den verbesserten Standard DVB-T2 freuen. Für den Empfang sind neue Empfangsgeräte erforderlich. Die Zuschauer bekommen bessere Fernsehbilder und mehr Programme. Die flächendeckende Einführung beginnt erst ab März 2017 – bis dahin können die derzeitigen Ausstrahlungen empfangen werden.

Laien können Wertentwicklung von Immobilien nur schwer einschätzen
2015/08
Viele Immobilienerwerber haben überhaupt keine Vorstellung von der Wertentwicklung der gekauften Immobilien. Nach einer Umfrage von Interhyp und ImmobilienScout24 interessieren sich 18 Prozent nicht für die zukünftige Wertentwicklung und 16 Prozent tun sich schwer, diese einzuschätzen.News, Robert Kopp, Kopp Immobilien, Kopp Gutachten, wertentwicklung ImmobilieDieses Desinteresse mag vielleicht bei Käufern verständlich sein, die sich sicher sind, ihr Immobilieneigentum auf keinen Fall weiter zu veräußern. Doch der Arbeitsmarkt und die Wechselfälle des Lebens fordern heute eine große Mobilität, und der Ankauf von Immobilien ist eine bedeutende Investition. Einige Ergebnisse der Befragung: Der Glaube, dass der Wertzuwachs die Inflation ausgleicht, hat gegenüber dem Vorjahr zum Bespiel deutlich abgenommen. Im Jahr 2014 ging noch jeder Zweite (51 Prozent) von einem Inflationsausgleich durch einen Immobilienkauf aus. Heute rechnen nur noch rund 43 Prozent damit. 2014 glaubte jeder Elfte an eine hohe Wertsteigerung, heute ist es jeder neunte Kaufinteressent. Besonders jüngere Kaufinteressenten zwischen 18 und 29 Jahre können die Wertentwicklung der Immobilien nicht einschätzen (21 Prozent), sie sind allerdings am zuversichtlichsten im Vergleich zu den übrigen Altersgruppen. 13 Prozent rechnen mit einer deutlichen Wertsteigerung, jeder Sechste (17 Prozent) geht von Verlusten aus. Wer gewappnet sein will, sollte sich nicht allein auf allgemeine Annahmen stützen, sondern einen Fachmann hinzuziehen.

Haushalte werden immer kleiner
2015/08
Auch in Mindelheim und Memmingen werden die Haushalte immer kleiner. Im Jahr 2013 gab es in Deutschland 16,2 Millionen Haushalte, die ausschließlich von einer Person bewohnt wurden. Damit waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von allen 39,9 Millionen Haushalten rund 41 Prozent Einpersonenhaushalte. In 59 Prozent aller Haushalte lebten zwei oder mehr Personen zusammen. Das zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa. Wohnungen, in denen nur eine Person lebt, werden auch als Nebenwohnung genutzt, zum Beispiel wenn sich der Arbeitsort einer Person an einem anderen Ort befindet als der Familienwohnsitz. Im Jahr 2013 traf das auf 419.000 Einpersonenhaushalte zu, was einem Anteil von drei Prozent an allen Einpersonenhaushalten entspricht. Ganz überwiegend (97 Prozent) sind jedoch auch Einpersonenhaushalte ihrem Zweck nach Hauptwohnungen. Die geforderte Mobilität trägt zu diesem Trend bei. Immer mehr Menschen leben, studieren oder arbeiten vorübergehend in einer anderen Stadt, bzw. haben Arbeitsplätze an verschiedenen Standorten. In manchen Städten werden deshalb bereits verstärkt Apartmenthäuser geplant, deren Zuschnitt dieser Entwicklung entgegen kommt.

Nettovermögen geschrumpft - Immobilien teurer, aber nicht überall
Die Privathaushalte in Deutschland haben in den vergangenen zehn Jahren Vermögen eingebüßt. In Preisen von 2010 besaßen die Haushalte 2013 im Schnitt 117.000 Euro und damit 20.000 Euro oder 15 Prozent weniger als 2003. Die wichtigsten Faktoren beim Vermögensaufbau sind Erbschaften und Schenkungen, hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) herausgefunden. Dagegen spiegelt sich Sparsamkeit nur begrenzt in der Vermögensbilanz wider. Die Lebensversicherungen haben die Überschussbeteiligung den fallenden Kapitalmarktzinsen angepasst und in vielen Regionen Deutschlands haben sinkende Immobilienwerte die Vermögenssituation beeinflusst. Je nach Datenbasis haben die Immobilienvermögen im Schnitt 20 Prozent bzw. 14 Prozent (EVS und SOEP) an Wert verloren. Hintergrund: Die starken Preissteigerungen beim Wohneigentum gibt es erst seit 2011 und überdies nur in bestimmten Großstadtregionen wie München, Hamburg, Köln-Düsseldorf oder Berlin, während im Rest der Republik viele Eigenheime real weniger Wert habe. Insgesamt verlief die Entwicklung der Immobilienpreise je nach Region außerordentlich unterschiedlich. So stieg der Preis einer Eigentumswohnung in München seit 2010 um 50,9 Prozent auf jetzt durchschnittlich 5.160 Euro pro Quadratmeter, während er in Zeitz (Sachsen-Anhalt) nur 600 Euro pro Quadratmeter beträgt. Die höchsten Preissteigerungen waren in Bayern zu verzeichnen, die niedrigsten in Sachsen-Anhalt. Angesichts des knapp und teuer gewordenen Wohnungsangebots in den Metropolen ziehen jetzt die Umlandgemeinden in der Preisentwicklung nach.

Energieberatung lohnt sich auch für Denkmale
Hauseigentümer schrecken wegen mangelnden Informationen oft vor einer energetischen Sanierung zurück. Sie fragen sich, wie die zeitliche und organisatorische Umsetzung erfolgt und wie hoch die Kosten sind. Energieberater können Antworten geben. Diese unabhängigen Experten analysieren bei einer Gebäudeenergieberatung systematisch den Ist-Zustand des Hauses, schlagen einen Sanierungsfahrplan vor und zeigen Finanzierungsmöglichkeiten auf. Die Sanierungsmaßnahmen können dann Schritt für Schritt oder in einem Zug umgesetzt werden und an weitere Modernisierungsmaßnahmen kostengünstig gekoppelt werden, zum Beispiel wenn ohnehin eine neue Farbe für die Fassade nötig ist oder das Dach gedeckt werden muss. Die Beratung ist eine Bedingung für die Gewährung von zinsgünstigen KfW-Sanierungskrediten und wird jetzt vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stärker finanziell gefördert. Seit 1. März 2015 gibt es für eine sogenannte Vor-Ort-Beratung durch qualifizierte Gebäudeenergieberater in Ein- oder Zweifamilienhäusern bis zu 800 Euro Zuschuss, das sind 400 Euro mehr als vorher. Für Wohngebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten sind künftig 600 Euro mehr vorgesehen, insgesamt maximal 1.100 Euro. Der für Hausbesitzer zu zahlende Eigenanteil beläuft sich ungefähr auf denselben Betrag. Etwa fünf Prozent der bis 1978 errichteten Altbauten sind ganz oder teilweise denkmalgeschützt, viele haben erhaltenswerte Fassaden. Auch bei diesen Gebäuden lässt sich Energie sparen. Für die Beratung in diesem Bereich gibt es speziell geschulte Energieberater für Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz, Infos: www.energieberater-denkmal.de.

Warum Wohnen so teuer geworden ist
Den Diskussionen um das Für und Wider des Bestellerprinzips und der Mietpreisbremse fehlen oft fundierte Zahlen. Viele Meinungen widersprechen den Tatsachen: So halten 71 Prozent der Befragten einer forsa-Umfrage das Gewinnstreben der Vermieter für die Ursache der stark steigenden Mieten in gefragten Ballungsgebieten. Modernisierungen und energetische Sanierungen sind für 70 Prozent die Hauptursache, Bürokratie und Vorschriften landen mit 47 Prozent auf dem dritten Platz. Nur 17 Prozent meinen, dass die Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft unter den Mietern in gefragten Wohnlagen gestiegen ist.Gleichzeitig sehen 62 Prozent der Befragten den Anstieg der Mietnebenkosten als Haupt-Kostentreiber. 25 Prozent halten die Entwicklung der Netto-Kaltmieten für ausschlaggebend, was im Widerspruch zur ersten Antwort steht. Die Fakten belegen indes: Die Nebenkosten sind in ganz Deutschland seit 2010 laut Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln im Schnitt um 14,3 Prozent gestiegen, während die Mieten in den 50 größten Städten im gleichen Zeitraum lediglich um 7,2 Prozent zugelegt haben. Laut Umfrage vermuten 55 Prozent der Befragten, dass die Mieten infolge der Mietpreisbremse nur noch moderat steigen werden. 32 Prozent rechnen mit einem weiterhin starken Anstieg, 7 Prozent sind der Meinung, dass die Mieten nicht mehr steigen werden. Fachleute gehen davon aus, dass nur gezielt verstärkter Neubau für ein ausreichendes Angebot und damit für bezahlbaren Wohnraum sorgen kann. In den Ballungsgebieten weichen Familien an den Stadtrand aus, wo Kaufen inzwischen aufgrund der niedrigen Zinsen vielerorts günstiger ist als Mieten.

Kaufendscheidend: Die Länge des Weges zur Arbeit
Die Fahrt von einer halben Stunde zur Arbeit summiert sich mit Hin- und Rückweg auf zehn Stunden in der Woche. Das ist mehr als ein ganzer Arbeitstag, den Pendler im Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln verbringen. Jeder zweite Kapitalanleger (53 Prozent) schätzt deshalb laut einer Umfrage von ImmobilienScout24 und Interhyp eine möglichst zentrale Immobilie in der Stadt.Für knapp 30 Prozent zukünftiger Hausbesitzer ist der Fahrweg zur Arbeit besonders wichtig. Für rund 60 Prozent darf die tägliche Anfahrt nicht länger als 30 Minuten in Anspruch nehmen. Jeder Vierte (25 Prozent) wünscht sich eine Anfahrt von maximal 20 Minuten. Einen Arbeitsweg von 40 Minuten nimmt nur jeder sechste Umfrageteilnehmer (17 Prozent) auf sich. Wer einen längeren Arbeitsweg akzeptiert, hat oft andere Beweggründe: Etwa ein Drittel (31 Prozent) legt Wert auf die Nähe zur Natur und auf ein Eigenheim im Grünen. Jeder Vierte (24 Prozent) nannte als ausschlaggebendes Kriterium, dass die Immobilie alle Wunsch-Ausstattungsmerkmale besitzt. Knapp 21 Prozent gaben an, aufgrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses einen längeren Anfahrtsweg in hinzunehmen. Wer den Haus- oder Wohnungserwerb zur Eigennutzung erwägt, zieht das Umland besonders vor. 54 Prozent der Selbstnutzer wünschen sich ihr Wohneigentum in Stadtnähe. Nur für jeden zehnten Interessenten (11 Prozent) kommt ein Objekt auf dem Land in Frage.

Zinsen für Baufinanzierungen auf konstantem Niedrigkurs
„Der Sommer könnte im Anschluss an die Entscheidung der EZB ruhig verlaufen, möglicherweise erhalten die hiesigen Baugeldzinsen aber bereits in wenigen Monaten neue Impulse von der US-Notenbank“, so lautet die Einschätzung von Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG. .News, Robert Kopp, Kopp Immobilien, Kopp Gutachten, wertentwicklung ImmobilieIn der Zwischenzeit bleibe Bauherrn und Wohnungskäufern genug Zeit, um von den nach wie vor sehr günstigen Zinsen für Baufinanzierungen zu profitieren und den Traum von der eigenen Immobilie zu verwirklichen. Der Bestzins für 10-jährige Hypothekendarlehen verharrt seit Mitte Juni stabil bei 1,6 Prozent. Kurzfristig sei davon auszugehen, dass die Zinsen nur leicht schwanken werden. Auf lange Sicht sei allerdings damit zu rechnen, dass die Baufinanzierungszinsen wieder deutlich ansteigen. Immobilieninteressenten müssen indes mit weiter steigenden Prein rechnen, wenn auch unterschiedlich stark. Die Hamburger Hauspreise stiegen beispielsweise im zweiten Quartal 2015 um 1,25 Prozent, die Wohnungspreise um 2,34 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. In Berlin werden Häuser um 2,70 Prozent, Eigentumswohnungen um 3,26 Prozent teurer. In und um Dresden legen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 1,71 Prozent, für Wohnungen um 0,57 Prozent zu. Dennoch sollten Kaufentscheidungen sorgfältig und nicht übereilt getroffen werden. Selbstnutzer sollten den Anteil der Wohnkosten einschließlich aller Neben- und Instandhaltungskosten vom verfügbaren Haushaltseinkommen nicht zu hoch ansetzen. In Deutschland beträgt er derzeit durchschnittlich rund 30 Prozent.

Mietpreisbremse
Die politischen Regelungen zur Mietpreisbremse können noch in der ersten Jahreshälfte 2015 in Kraft treten. Aber die Mietrechtsänderung gilt nicht automatisch für das gesamte Bundesgebiet. Die Bundesländer werden ermächtigt, Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt auszuweisen. News, Robert Kopp, Kopp Immobilien, Kopp Gutachten, wertentwicklung ImmobilieDort darf der Mietpreis dann bei Neuvermietungen künftig höchstens zehn Prozent über dem Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Nach maximal fünf Jahren muss neu entschieden werden. Allerdings gibt es nicht überall Mietspiegel, die die ortsübliche Vergleichsmiete ausweisen. Außerdem gibt es viele Ausnahmen. Vermieter von Neubauten und von umfassend modernisiertem Wohnraum können die Miethöhe frei festlegen. Das Immobilienportal Immowelt.de geht davon aus, dass für die Einführung der Mietpreisbremse vor allem Universitätsstädte in Frage kommen, zum Beispiel Tübingen, wo die Mieten innerhalb von vier Jahren um 33 Prozent stiegen und Karlsruhe, Erlangen und Heidelberg, wo im selben Zeitraum Anstiege von bis zu 25 Prozent zu verzeichnen waren. Ebenfalls zu den Kandidaten für eine Einführung der Mietpreisbremse zählen Heidelberg (12,70 Euro pro Quadratmeter; +17 Prozent), Göttingen (10,20 Euro, +15 Prozent), Münster (10,60 Euro; +14 Prozent) und Freiburg (12,30 Euro; +13 Prozent). Nach Ansicht der RICS Deutschland, Royal Institution of Chartered Surveyors, birgt die Mietpreisbremse erhebliche Risiken. Die Bundesregierung überlasse „die Verantwortung für die konkrete Ausgestaltung der Neuvertragsmietenregelung weitgehend den Ländern und Kommunen.“ Wie dies praktisch umgesetzt werden soll, ist nicht geregelt, so dass mit Rechtstreitigkeiten zu rechnen sei. Auch der Deutsche Mieterbund meldet Kritik an: „Die Mietpreisbremse ist zwar kein zahnloser Tiger, aber auch kein sehr wilder“, denn Sie gelte nur für neue Mietverträge.